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01.06.2007 | Originalien | Ausgabe 6/2007

Der Urologe 6/2007

Der Stellenwert der intravesikalen Elektrostimulation in der Therapie der akuten prolongierten Blasenüberdehnung

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 6/2007
Autoren:
Dr. E.R. Huber, G. Kiss, T. Berger, P. Rehder, H. Madersbacher

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Effektivität von intravesikaler Elektrostimulation (IVES) bei akut prolongierter Blasenüberdehnung (APB) wird untersucht.

Material und Methoden

Nach APB (Blasenfüllung: 1317±320 ml) wurden 16 Patienten (11 Frauen, 5 Männer, Altersdurchschnitt 54 Jahre) untersucht: 11 nach chirurgischen Eingriffen, 5 nach Polytraumata, Konversionssyndrom oder LWK-IV-Fraktur. Nach Ausschluss einer neurogenen Ursache und urodynamischer Untersuchung erfolgte die IVES.

Ergebnisse

Die Gruppe 1 bezog sich auf einen kontraktionsschwachen Detrusor (pdetr. max<30 cm H2O, n=6), die Gruppe 2 auf die Detrusorakontraktilität (n=10). Nach 25 IVES bei Gruppe 1 zeigte sich eine signifikante Zunahme der Detrusorkontraktilität (p=0,01) und Abnahme des Restharns von 31% auf 3% der Blasenkapazität (p=0,02). Gruppe 2 zeigte keine signifikante Verbesserung der Kontraktilität.

Schlussfolgerungen

Bei zwei Drittel der Patienten, die nach einer APB urodynamisch zumindest eine schwache Detrusorkontraktilität zeigen, führt die IVES über eine Detrusorkräftigung zu einer ausgeglichenen Blasenentleerung. Beim akontraktilen Detrusor verbessert sich nur die Sensitivität.

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