Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
T. Arndt

EGTA

EGTA
Synonym(e)
Ethylenglykol-bis(ß-aminoethylether)-N,N,N′,N′-tetraessigsäure; Ethylenglykoltetraessigsäure
Englischer Begriff
ethylene glycol tetraacetic acid; EGTA
Definition
Chelatbildner (Chelate) mit einer deutlich höheren Affinität zu Calcium im Vergleich zu Magnesium.
Beschreibung
EGTA (Summenformel C14H24N2O10; Molmasse 380,35 g) wird bei komplexometrischen (Komplexometrie) Magnesiumbestimmungen (z. B. der Umsetzung von Magnesium mit Xylidinblau zu einem purpurroten Diazoniumsalz) dem Reaktionsansatz zur Maskierung des Kalziums der Patientenprobe zugegeben. Dadurch wird die Mitreaktion von Calcium unterbunden und die Spezifität der Magnesiumbestimmung erhöht. EGTA wird u. a. auch in Kombination mit Glutathion zur Stabilisierung von Plasmaproben, z. B. zur Bestimmung von Katecholaminen, eingesetzt.
Literatur
The MERCK Index. 14th ed. ME RCK Co., Inc., Whitehouse Station, New York, USA, 2006. http://​www.​hengler-analytik.​de/​media/​products/​Magnesium_​114494-96. pdf. Zugegriffen am 24.08.2017