Pädiatrie
Autoren
O. Oster

Pädiatrisch relevante Referenzwerte: Hämostaseologie

Der Begriff Referenzwert hat den Begriff Normalwert ersetzt. Die Definition des Normalen ist komplex und dessen Beschreibung in Zahlen im strengen Sinne in der Praxis nur schwer und mit sehr viel Aufwand durchzuführen. Die Erstellung von Referenzwerten ist eine der anspruchvollsten und wichtigsten Anforderungen an die Klinische Chemie. Klinisch-chemische Parameter in humanem Material sind von endogenen und exogenen Einflüssen abhängig. Die Kenntnis dieser Einflüsse ist notwendig, um die Werte richtig zu interpretieren; das Alter des Patienten beeinflusst die klinisch chemischen Parameter entscheidend. Die hier nach Alter aufgelisteten Werte sind daher eine wichtige Hilfe, um sie zu diagnostischen Zwecken zu verwenden. Klinisch-chemische Parameter sind nicht nur von endogenen und exogenen Einflüssen, sondern auch von Methoden abhängig. Es ist deshalb sinnvoll, sich bei dem entsprechenden Labor nach der Bestimmungsmethode zu erkundigen. Vielfach gibt es für einzelne Parameter „laborspezifische“ und „methodenspezifische“ Referenzwerte. Die intensive Kommunikation mit dem Labor bringt Klarheit und damit Sicherheit in der Diagnose, vor allem dann, wenn in den Akten des Patienten Laborwerte aus verschiedenen Laboratorien aus früheren Zeiten vorliegen.
Der Begriff Referenzwert hat den Begriff Normalwert ersetzt. Die Definition des Normalen ist komplex und dessen Beschreibung in Zahlen im strengen Sinne in der Praxis nur schwer und mit sehr viel Aufwand durchzuführen. Die Erstellung von Referenzwerten ist eine der anspruchvollsten und wichtigsten Anforderungen an die Klinische Chemie. Klinisch-chemische Parameter in humanem Material sind von endogenen und exogenen Einflüssen abhängig. Die Kenntnis dieser Einflüsse ist notwendig, um die Werte richtig zu interpretieren; das Alter des Patienten beeinflusst die klinisch chemischen Parameter entscheidend. Die hier nach Alter aufgelisteten Werte sind daher eine wichtige Hilfe, um sie zu diagnostischen Zwecken zu verwenden. Klinisch-chemische Parameter sind nicht nur von endogenen und exogenen Einflüssen, sondern auch von Methoden abhängig. Es ist deshalb sinnvoll, sich bei dem entsprechenden Labor nach der Bestimmungsmethode zu erkundigen. Vielfach gibt es für einzelne Parameter „laborspezifische“ und „methodenspezifische“ Referenzwerte. Die intensive Kommunikation mit dem Labor bringt Klarheit und damit Sicherheit in der Diagnose, vor allem dann, wenn in den Akten des Patienten Laborwerte aus verschiedenen Laboratorien aus früheren Zeiten vorliegen.
Fehler bei der Bestimmung klinisch-chemischer Parameter entstehen auch durch die Nichteinhaltung präanalytischer Standards, u. a. bei der Gewinnung des biologischen Materials, dessen Lagerung und den Transport in das Labor. Mehr als 90 % der nichtplausiblen Laborwerte sind darauf zurückzuführen Es ist sinnvoll, mit dem Labor Rücksprache zu halten, um präanalytische Fehlerquellen auszuschalten.
Klinisch-chemische Parameter sind auch von Konventionen abhängig, die sich im Zeitverlauf ändern können. Eine wichtige Änderung ist die vollzogene Umstellung der Enzymaktivitätsbestimmungen von 25 °C auf 37 °C am 01.04.2003 für die Bundesrepublik Deutschland. Gleichzeitig wurden neue Bestimmungsmethoden für eine Reihe von Enzymen eingeführt und zwar die der International Federation of Clinical Chemistry (IFCC). Davon sind folgende Enzyme betroffen: ALP, GPT (ALT/ALAT), GOT (AST/ASAT), CHE, GGT, CK, CK-MB und LDH. Mit der Umstellung der Bestimmungstemperatur gibt es natürlich auch neue Referenzbereiche für die betreffenden Enyzmaktivitäten. Wichtig ist auch zu wissen, dass nach dem Medizinproduktegesetz der Hersteller der Reagenzien für die Ermittlung von Referenzwertbereichen zuständig ist. Für pädiatrische Referenzwerte gibt es deutliche Lücken für einzelne Bestimmungsmethoden. Diese Lücken sind auf Dauer nur zu schließen, wenn dies von den Pädiatern bei den Herstellern auch eingefordert wird.
Um methodenabhängige Variationen von Laborergebnissen zu vermeiden, bemühen sich die Fachgesellschaften intensiv um die Standardisierung der eingesetzten Testverfahren. Für folgende Proteine konnten einheitliche Standards eingeführt werden: Albumin, α1-Antitrypsin, α2-Makroglobulin, α1-saures Glykoprotein, Coeruloplasmin, C3, C4, C-reaktives Protein, Haptoglobin, IgA, IgG, IgM, Transthyretin und Transferrin. Diese Proteine werden seit etwa 1995 mit dem Standard CRM 470 kalibriert. Es ist zu beachten, dass es damit natürlich auch neue Referenzwerte gibt. Referenzwerte vor 1995, die nicht auf der Basis des spezifizierten Standards CRM 470 ermittelt wurden, sind deshalb dementsprechend zu korrigieren. Mit der Verwendung des Standards CRM 470 sollte es für die erwähnten Parameter keine labor- und gerätespezifischen Referenzwerte mehr geben.
Viele immunologisch bestimmte Parameter hängen stark von den verwendeten Standards ab, sodass hier der methodenspezifische Wert zu berücksichtigen ist, der keine allgemeine Gültigkeit hat. Auch die Gerinnungsparameter werden stark von den verwendeten Reagenzien beeinflusst.
Die Referenzwerte in dieser Arbeit sind im Allgemeinen so wie in der Originalliteratur zitiert. Meistens sind die Kriterien nicht eingehalten, die zur Beschreibung eines Referenzwertkollektivs notwendig sind. In der Regel werden der Mittelwert und die Standardabweichung bzw. der Bereich angegeben, manchmal auch der Median. Meistens ist die Art der Verteilung im Referenzkollektiv nicht berichtet. Je stärker Mittelwert und Median voneinander abweichen desto weniger gilt die Gauß-Verteilungskurve. Es gilt Folgendes: Arithmetischer Mittelwert ±2-mal die Standardabweichung (2 SD) deckt rund die 2,5. bis 97,5. Perzentile (95 %-Bereich) ab, falls die Referenzwertgruppe „normal“ verteilt ist. Ist das Referenzkollektiv nicht normal verteilt, ist der arithmetische Mittelwert umso weniger brauchbar, je schiefer die Verteilung und je größer die Streuung ist. Der ±2 SD-Bereich deckt immer mindestens 75 % der Werte jeder beliebigen Verteilung ab.
Die berichteten Werte sind im folgenden Kapitel in Tab. 1, 2 und 3 und in Kap. Pädiatrisch relevante Referenzwerte: klinische Chemie Tab. 1, in Kap Pädiatrisch relevante Referenzwerte: Hämatologie Tab. 1 und 2, in Kap. Pädiatrisch relevante Referenzwerte: Aminosäuren/Plasma, Urin und Liquor Tab. 1 sowie in Kap. Therapeutische Bereiche von Medikamenten in der Pädiatrie Tab. 1 mit großer Sorgfalt zusammengetragen worden. Es ist jedoch klar, dass bei der Masse der Werte Fehler nicht ausbleiben. Es wird daher empfohlen, sich bei Unklarheiten in der Originalliteratur zu vergewissern, vor allem dann, wenn das klinische Bild nicht mit den Laborwerten übereinstimmt.
Tab. 1
Referenzwerte der Gerinnungsparameter für termingeborene, gesunde Kinder (NG) und „gesunde“ Frühgeborene ([FG]; Angaben als Mittelwert und 95 %-Bereich) (Andrew et al. 1990)
Parameter
NG/FG
Tag 1
Tag 5
Tag 30
Tag 90
Tag 180
Erwachsene
Thromboplastinzeit (PT) (s)
NG
13,0 (10,1–15,9)
12,4 (10,0–15,3)
11,8 (10,0–14,3)
11,9 (10,0–14,2)
12,3 (10,7–13,9)
12,4 (10,8–13,9)
FG
13,0 (10,6–16,2)
12,5 (10,0–15,3)
11,8 (10,0–13,6)
12,3 (10,0–14,6)
12,5 (10,0–15,0)
 
Quick (%)
NG
55–100
58–100
 
65–100
 
70–100
INR
International normalized ratio
NG
1,00 (0,53–1,62)
0,89 (0,53–1-48)
0,79 (0,53–1,26)
0,81 (0,53–1,26)
0,88 (0,61–1,17)
0,89 (0,64–1,17)
FG
1,00 (0,61–1,7)
0,91 (0,53–1,48)
0,79 (0,53–1,11)
0,88 (0,53–1,32)
0,91 (0,53–1,48)
 
aPTT (s)
Aktivierte partielle Thromboplastinzeit
NG
42,9 (3,13–54,5)
42,6 (25,4–59,8)
40,4 (32,0–55,2)
37,1 (29,0–50,1)
35,5 (28,1–42,9)
33,5 (26,6–40,3)
FG
53,6 (27,5–79,4)
50,5 (26,9–74,1)
44,7 (26,9–62,5)
39,5 (28,3–50,7)
37,5 (27,1–53,3)
 
Thrombinzeit (s)
NG
23,5 (19,0–28,3)
23,1 (18,0–29,2)
24,3 (19,4–29,2)
25,1 (20,5–29,7)
25,5 (19,8–31,2)
25,0 (19,7–30,3)
FG
24,8 (19,2–30,4)
24,1 (18,8–29,4)
24,4 (18,8–29,9)
25,1 (19,4–30,8)
25,2 (18,9–31,5)
 
Fibrinogen (g/l)
NG
2,83 (1,67–3,99)
3,12 (1,62–4,62)
2,70 (1,62–3,78)
2,43 (1,50–3,79)
2,51 (1,50–3,87)
2,78 (1,56–4,00)
FG
2,43 (1,50–3,73)
2,54 (1,50–3,52)
2,46 (1,50–3,52)
2,46 (1,50–3,52)
2,28 (1,50–3,60)
 
Faktor II (U/ml)
NG
0,48 (0,26–0,70)
0,63 (0,33–0,93)
0,68 (0,34–1,02)
0,75 (0,45–1,05)
0,88 (0,60–1,16)
1,08 (0,70–1,46)
FG
0,45 (0,20–0,77)
0,57 (0,29–0,85)
0,57 (0,36–0,95)
0,68 (0,30–1,06)
0,87 (0,51–1,23)
 
Faktor V (U/ml)
NG
0,72 (0,34–1,08)
0,95 (0,45–1,45)
0,98 (0,62–1,34)
0,90 (0,48–1,32)
0,91 (0,55–1,27)
1,06 (0,62–1,50)
FG
0,88 (0,41–1,44)
1,00 (0,46–1,54)
1,02 (0,48–1,56)
0,99 (0,59–1,39)
1,02 (0,58–1,46)
 
Faktor VII (U/ml)
NG
0,66 (0,28–1,04)
0,89 (0,35–1,43)
0,90 (0,42–1,38)
0,91 (0,39–1,43)
0,87 (0,47–1,27)
1,05 (0,67–1,43)
FG
0,67 (0,22–1,13)
0,84 (0,30–1,38)
0,89 (0,21–1,45)
0,87 (0,31–1,43)
0,99 (0,47–1,51)
 
Faktor VIII (U/ml)
NG
1,00 (0,50–1,78)
0,88 (0,50–1,54)
0,91 (0,50–1,57)
0,79 (0,50–1,25)
0,73 (0,50–1,09)
0,99 (0,50–1,49)
FG
1,11 (0,50–2,13)
1,15 (0,53–2,05)
1,11 (0,50–1,99)
1,06 (0,58–1,88)
0,99 (0,50–1,87)
 
Von-Willebrand-Faktor (vWF) (U/ml)
NG
1,53 (0,50–2,87)
1,40 (0,50–2,54)
1,28 (0,50–2,46)
1,18 (0,50–2,06)
1,07 (0,50–1,97)
0,92 (0,50–1,58)
FG
1,36 (0,78–2,10)
1,33 (0,72–2,19)
1,36 (0,66–2,16)
1,12 (0,75–1,84)
0,98 (0,54–1,58)
 
Faktor IX (U/ml)
NG
0,53 (0,15–0,91)
0,53 (0,15–0,91)
0,51 (0,21–0,81)
0,67 (0,21–1,13)
0,86 (0,36–1,36)
1,09 (0,55–1,63)
FG
0,35 (0,19–0,65)
0,42 (0,14–0,74)
0,44 (0,13–0,80)
0,59 (0,25–0,93)
0,81 (0,50–1,20)
 
Faktor X (U/ml)
NG
0,40 (0,12–0,68)
0,49 (0,19–0,79)
0,59 (0,31–0,87)
0,71 (0,35–1,07)
0,78 (0,38–1,18)
1,06 (0,70–1,52)
FG
0,41 (0,11–0,71)
0,51 (0,19–0,83)
0,56 (0,20–0,92)
0,67 (0,35–0,99)
0,77 (0,35–1,19)
 
Faktor XI (U/ml)
NG
0,38 (0,10–0,66)
0,55 (0,23–0,87)
0,53 (0,27–0,79)
0,69 (0,41–0,97)
0,86 (0,49–1,34)
0,97 (0,67–1,27)
FG
0,30 (0,08–0,52)
0,41 (0,13–0,69)
0,43 (0,15–0,71)
0,59 (0,25–0,93)
0,78 (0,46–1,10)
 
Faktor XII (U/ml)
NG
0,53 (0,13–0,93)
0,47 (0,11–0,83)
0,49 (0,17–0,81)
0,67 (0,25–1,09)
0,77 (0,39–1,15)
1,08 (0,52–1,64)
FG
0,38 (0,10–0,66)
0,39 (0,09–0,69)
0,43 (0,11–0,75)
0,61 (0,15–1,07)
0,82 (0,22–1,42)
 
Präkallikrein (U/ml)
NG
0,37 (0,18–0,69)
0,48 (0,20–0,76)
0,57 (0,23–0,91)
0,73 (0,41–1,05)
0,86 (0,56–1,16)
1,12 (0,62–1,62)
FG
0,33 (0,09–0,57)
0,45 (0,25–0,75)
0,59 (0,31–0,87)
0,79 (0,37–1,21)
0,78 (0,40–1,16)
 
HMWK (U/ml)
High molecular weight kininogenin
NG
0,54 (0,06–1,02)
0,74 (0,16–1,32)
0,77 (0,33–1,21)
0,82 (0,30–1,46)
0,82 (0,36–1,28)
0,92 (0,50–1,36)
FG
0,49 (0,09–0,89)
0,62 (0,24–1,00)
0,64 (0,16–1,12)
0,78 (0,32–1,24)
0,83 (0,41–1,25)
 
Faktor XIIIa (U/ml)
NG
0,79 (0,27–1,31)
0,94 (0,44–1,44)
0,93 (0,39–1,47)
1,04 (0,36–1,72)
1,04 (0,46–1,62)
1,05 (0,55–1,55)
FG
0,70 (0,32–1,08)
1,01 (0,57–1,45)
0,99 (0,51–1,47)
1,13 (0,71–1,55)
1,13 (0,65–1,61)
 
Faktor XIIIb (U/ml)
NG
0,76 (0,30–1,22)
1,06 (0,32–1,90)
1,11 (0,39–1,73)
1,16 (0,48–1,84)
1,10 (0,50–1,70)
0,97 (0,57–1,37)
FG
0,81 (0,35–1,27)
1,10 (0,68–1,58)
1,07 (0,57–1,57)
1,21 (0,75–1,67)
1,15 (0,67–1,63)
 
Die Angaben in U/ml beziehen sich auf einen Plasmapool gesunder Probanden der 1 U/ml enthält. Die Werte × 100 genommen geben den Anteil in Prozent an.
Tab. 2
Referenzwerte der Inhibitoren der Gerinnung für termingeborene gesunde Kinder (NG) und „gesunde“ Frühgeborene (FG) innerhalb der ersten 6 Monate und für Erwachsene (Angaben als Mittelwert und 95 %-Bereich) (Andrew et al. 1990)
 
NG/FG
Tag 1
Tag 5
Tag 30
Tag 90
Tag 180
Erwachsene
Antithrombin III (AT-III) (U/ml)
NG
0,63 (0,39–0,87)
0,67 (0,41–0,93)
0,78 (0,48–1,08)
0,97 (0,73–1,21)
1,04 (0,84–1,24)
1,05 (0,79–1,31)
FG
0,38 (0,14–0,62)
0,56 (0,30–0,82)
0,59 (0,37–0,81)
0,83 (0,45–1,21)
0,90 (0,52–1,28)
 
α2-Makroglobulin (U/ml)
NG
1,39 (0,95–1,83)
1,48 (0,98–1,98)
1,50 (1,06–1,94)
1,76 (1,26–2,26)
1,91 (1,49–2,33)
0,86 (0,52–1,20)
FG
1,10 (0,56–1,82)
1,25 (0,71–1,77)
1,38 (0,72–2,04)
1,80 (1,20–2,66)
2,09 (1,10–3,21)
 
Cl-Esteraseinhibitor (Cl-EINH) (U/ml)
NG
0,72 (0,36–1,08)
0,90 (0,60–1,20)
0,89 (0,47–1,31)
1,15 (0,71–1,59)
1,41 (0,89–1,91)
1,01 (0,71–1,31)
FG
0,65 (0,31–0,99)
0,83 (0,45–1,21)
0,74 (0,40–1,24)
1,14 (0,60–1,68)
1,40 (0,96–2,04)
 
α1-Antitrypsin, (α1-AT) (U/ml)
NG
0,93 (0,49–1,37)
0,89 (0,49–1,29)
0,62 (0,36–0,88)
0,72 (0,42–1,02)
0,77 (0,47–1,07)
0,93 (0,55–1,31)
FG
0,90 (,036–1,44)
0,94 (0,42–1,46)
0,76 (0,38–1,12)
0,81 (0,49–1,13)
0,82 (0,48–1,16)
 
Heparin-Cofaktor II (HCII) (U/ml)
NG
0,43 (0,10–0,96)
0,48 (0,10–0,96)
0,47 (0,10–0,87)
0,72 (0,10–1,46)
1,20 (0,50–1,90)
0,96 (0,66–1,26)
FG
0,32 (0,10–0,60)
0,34 (0,10–0,69)
0,43 (0,15–0,71)
0,61 (0,20–1,11)
0,89 (0,45–1,40)
 
Protein C (U/ml)
NG
0,35 (0,17–0,53)
0,42 (0,20–0,64)
0,43 (0,21–0,65)
0,54 (0,28–0,80)
0,59 (0,37–0,81)
0,96 (0,64–1,28)
FG
0,28 (0,12–0,44)
0,31 (0,11–0,51)
0,37 (0,15–0,59)
0,45 (0,23–0,67)
0,57 (0,31–0,83)
 
Protein S (U/ml)
NG
0,36 (0,12–0,60)
0,50 (0,22–0,78)
0,63 (0,33–0,93)
0,86 (0,54–1,18)
0,87 (0,55–1,19)
0,92 (0,60–1,24)
FG
0,26 (0,14–0,38)
0,37 (0,13–0,61)
0,56 (0,22–0,90)
0,76 (0,40–1,12)
0,82 (0,44–1,20)
 
Angaben in U/ml beziehen sich auf einen Plasmapool gesunder Probanden, der 1 U/ml enthält. Die Werte × 100 genommen geben den Anteil in Prozent an.
Tab. 3
Referenzwerte für die Parameter des fibrinolytischen Systems für zum Termin Geborene (NG) und „gesunde“ Frühgeborene und Erwachsene ([FG]; Angaben als Mittelwert und 95 %-Bereich) (Andrew et al. 1990)
 
NG/FG
Tag 1
Tag 5
Tag 30
Tag 90
Tag 180
Erwachsene
Plasminogen (U/ml)
NG
1,95 (1,25–2,65)
2,17 (1,41–2,93)
1,98 (1,26–2,70)
2,48 (1,74–3,22)
3,01 (2,21–3,81)
3,36 (2,48–4,24)
FG
1,70 (1,12–2,48)
1,91 (1,21–2,61)
1,81 (1,09–2,53)
2,38 (1,58–3,18)
2,75 (1,91–3,59)
 
TPA
Tissue plasminogen activator (ng/ml)
NG
9,6 (5,0–18,9)
5,6 (4,0–10,0)
4,1 (1,0–6,0)
2,1 (1,0–5,0)
2,8 (1,0–6,0)
4,96 (1,46–8,64)
FG
8,48 (3,00–16,70)
3,97 (2,00–6,93)
4,13 (2,00–7,79)
3,31 (2,00–5,07)
3,48 (2,00–5,85)
 
α2-Antiplasmin (α2-AP) (U/ml)
NG
0,85 (0,55–1,15)
1,00 (0,70–1,30)
1,00 (0,76–1,24)
1,08 (0,76–1,40)
1,11 (0,83–1,39)
1,02 (0,68–1,36)
FG
0,78 (0,40–1,16)
0,81 (0,49–1,13)
0,89 (0,55–1,23)
1,06 (0,64–1,48)
1,15 (0,77–1,53)
 
PAI
Plasminogen Aktivator Inhibitor (U/ml)
NG
6,4 (2,0–15,1)
2,3 (0,0–8,1)
3,4 (0,0–8,8)
7,2 (1,0–15,3)
8,1 (6,0–13,0)
3,6 (0,0–11,0)
FG
5,4 (0,0–12,2)
2,5 (0,0–7,1)
4,3 (0,0–10,9)
4,8 (1,0–11,9)
4,9 (1,0–10,2)
 
α2-Antiplasmin ist in U/ml angegeben. Die U/ml beziehen sich auf einen Plasmapool gesunder Probanden, der 1 U/ml enthält. Die Werte × 100 genommen geben den Anteil in Prozent an.
Für den Plasminogenaktivatorinhibitor (PAI) gilt Folgendes: Eine Einheit PAI-Aktivität ist als die Menge definiert, die eine internationale Einheit humaner Einzelstrang-TPA inhibiert.
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