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26.04.2017 | Essstörungen | Schwerpunkt: Psychotherapie bei Essstörungen: Neue Forschungsergebnisse - Übersichten | Ausgabe 3/2017

Psychotherapeut 3/2017

Selbsthilfe in der Behandlung von Essstörungen

Zeitschrift:
Psychotherapeut > Ausgabe 3/2017
Autoren:
Dr. Ina Beintner, Corinna Jacobi
Wichtige Hinweise

Redaktion

A. Hilbert, Leipzig
S. Vocks, Osnabrück

Zusammenfassung

Manualisierte Selbsthilfeprogramme zur Behandlung von Essstörungen sind immer wieder Gegenstand der Forschung und eine wachsende Zahl von Befunden aus klinischen Studien liefert Hinweise auf ihre Wirksamkeit. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es einen differenzierten Überblick über diese Befunde zu geben. Während für Anorexia nervosa Selbsthilfe bislang nur als Teil eines umfassenderen Gesamtbehandlungsprogramms untersucht wurde, kommt sie für Bulimia nervosa, Binge-Eating-Störung und subklinische Essstörungen auch als eigenständige Behandlungsform infrage. Die Befunde zur Wirksamkeit sind allerdings heterogen und sowohl Merkmale der Interventionen (insbesondere der Umfang der Anleitung) als auch solche der Patienten (Motivation, Selbstregulation und Schwere der Erkrankung) beeinflussen sowohl die Adhärenz als auch die Wirksamkeit. Bei der Anwendung manualisierter Selbsthilfe in der Praxis erscheinen deshalb die sorgfältige Indikationsstellung und die regelmäßige Prüfung des Behandlungsfortschrittes notwendig.

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