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Fertilitätserhaltende Maßnahmen bei jungen Frauen mit Autoimmunerkrankung vor zytotoxischer Therapie

Erfahrungen aus einer interdisziplinären Sprechstunde

  • 01.02.2011
  • Originalien
Erschienen in:

Zusammenfassung

Einige Autoimmunerkrankungen erfordern im Rahmen von schweren Exazerbationen eine Therapie mit zytotoxischen Substanzen, vor allem Cyclophosphamid (CYC). Da der Erkrankungsgipfel bei vielen dieser Erkrankungen im gebärfähigen Alter liegt und Frauen prozentual häufiger betroffen sind als Männer, stellt eine Beratung bezüglich Fertilitätserhalt und Erhalt der hormonellen Funktion des Ovars eine interdisziplinäre Herausforderung dar.
Die Möglichkeiten der Ovarprotektion umfassen die Gabe von GnRH-Analoga parallel zur Chemotherapie, eine Kryokonservierung befruchteter oder unbefruchteter Eizellen nach vorangegangener Stimulationstherapie sowie die operative Entnahme eines Teils des Ovars und Kryokonservierung vor Beginn der Therapie. In Tübingen werden alle Patientinnen mit einem Alter unter 40 Jahren mit der Indikation zur CYC-Therapie von der Universitätsfrauenklinik in Absprache mit der betreuenden Abteilung beraten. Da die einzelnen Verfahren mit entsprechenden Nebenwirkungen bzw. Vorbereitungszeit verbunden sind, ist die Abwägung bezüglich der optimalen Therapie immer eine individuelle Entscheidung.
Titel
Fertilitätserhaltende Maßnahmen bei jungen Frauen mit Autoimmunerkrankung vor zytotoxischer Therapie
Erfahrungen aus einer interdisziplinären Sprechstunde
Verfasst von
M. Henes
Dr. J.C. Henes
M. Schmalzing
E. Neunhoeffer
R. Rothmund
I. Kötter
B. Lawrenz
Publikationsdatum
01.02.2011
Verlag
Springer-Verlag
Erschienen in
Zeitschrift für Rheumatologie / Ausgabe 2/2011
Print ISSN: 0340-1855
Elektronische ISSN: 1435-1250
DOI
https://doi.org/10.1007/s00393-010-0738-6
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