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16.08.2018 | Gastrointestinale Blutung | CME | Ausgabe 5/2018

Der Gastroenterologe 5/2018

Gastrointestinale Blutungen

Zeitschrift:
Der Gastroenterologe > Ausgabe 5/2018
Autor:
Prof. Dr. Martin Götz
zum Fragebogen im Kurs
Wichtige Hinweise

Redaktion

G. Gerken, Essen
M. Müller-Schilling, Regensburg
R. M. Schmid, München
H.-J. Schulz, Berlin

Zusammenfassung

Das strukturierte Vorgehen bei Verdacht auf eine gastrointestinale Blutung erfordert eine rasche Risikostratifizierung, ggf. Stabilisierung des Patienten und bereits präendoskopisch Protonenpumpenhemmer und ggf. Erythromycin. Transfusionen sollten restriktiv gehandhabt werden. Bereits der Verdacht auf eine variköse Blutung erfordert die Gabe von Vasokonstriktoren und Antibiotika, die bei Bestätigung nach Blutstillung fortgeführt wird. Die Endoskopie im Notfall kann unabhängig vom Gerinnungsstatus durchgeführt werden. Die endoskopische Blutstillung erfolgt in bewährter Weise mittels Clip-Verfahren, ggf. kombiniert mit Injektionstechniken. Neuere Therapieverfahren (großlumige Clips, Hämostasesprays, Stents) können in besonderen Situationen hilfreich sein. Die Biopsieentnahme ist auch während der Notfallendoskopie möglich. Bei variköser Blutung sollte in der Hochrisikosituation die frühzeitige Anlage eines beschichteten transjugulären intrahepatischen portosystemischen Shunts (TIPS) diskutiert werden. Bei refraktärer oder Rezidivösophagusvarizenblutung sollte ein Metallstent zur Überbrückung eingelegt werden. Bei Hämatochezie liegt bei einem signifikanten Anteil an Patienten eine obere gastrointestinale Blutung vor. Bei unterer gastrointestinaler Blutung lässt sich durch eine zeitnahe Koloskopie nach intensivierter Darmvorbereitung die Detektion der Blutungsquelle verbessern.

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