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19.01.2017 | CME | Ausgabe 1/2017

Der Gastroenterologe 1/2017

Gastrointestinale Stromatumoren

Zeitschrift:
Der Gastroenterologe > Ausgabe 1/2017
Autoren:
Priv.-Doz. Dr. med. P. Reichardt, A. Reichardt, S. Cameron
Wichtige Hinweise

Redaktion

G. Gerken, Essen
M. Müller-Schilling, Regensburg
R. M. Schmid, München
H.-J. Schulz, Berlin

Zusammenfassung

Gastrointestinale Stromatumoren (GIST) gelten in der Gastroenterologie als Kuriosität. Dabei wird übersehen, dass GIST durchaus ein interessantes Phänomen darstellen, deren Behandlung eine Herausforderung sein kann. Meist führen unspezifische abdominelle Beschwerden oder gastrointestinale Blutungen den Patienten zum Arzt. In der Folge ist es häufig der niedergelassene Gastroenterologe, der die Erstdiagnose oder Verdachtsdiagnose stellen muss. Da GIST aus den Schrittmacherzellen zumeist der Muscularis propria und nur selten der Muscularis mucosae hervorgehen, stellen sie sich endoskopisch als submuköse, besser subepitheliale Erhabenheit dar. Von den GIST sind 20 % Zufallsbefunde während der Endoskopie. Der therapeutische Standard für lokalisierte GIST ist ihre vollständige chirurgische Entfernung. Durch den adjuvanten Einsatz von Imatinib bei Patienten mit lokalisierten chirurgisch komplett resezierten GIST mit einem hohen Rezidivrisiko kann das Gesamtüberleben signifikant verbessert werden. Imatinib in einer Dosierung von 400 mg pro Tag ist der Goldstandard bei Patienten mit fortgeschrittenen oder metastasierten GIST.

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