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5. Hämatologische Neoplasien und solide Tumore

  • 2023
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  • Buchkapitel
Erschienen in:

Zusammenfassung

Auf einen Blick

Verordnungsprofil Das höchste Verordnungsvolumen unter den Onkologika haben erstmals in 2022 die monoklonalen Antikörper (30 %), gefolgt von den Hormonantagonisten zur Behandlung des Mammakarzinoms und des Prostatakarzinoms, auf die 25 % der definierten Tagesdosen (DDD) entfallen (Tab. 5.1). An dritter Stelle stehen die klassischen Zytostatika (22 %) mit der führenden Gruppe der Antimetabolite, was vor allem auf den häufigen Verordnungen von 5-Fluorouracil beruht. Als nächste Gruppen folgen Proteinkinaseinhibitoren, deren Verordnungsvolumen erneut leicht um 8,3 % gegenüber 2021 zugenommen hat. Führende Gruppe der monoklonalen Antikörper sind erneut Antikörper gegen PD-1-Rezeptoren und PD-L1-Liganden, die für ein stetig wachsendes Spektrum von onkologischen Indikationen zugelassen sind, gefolgt von HER2-Antikörpern zur Behandlung des HER2-positiven Mammakarzinoms. Die inzwischen verfügbaren 4 Biosimilars zu Trastuzumab übertreffen wie auch bereits in 2021 deutlich das Verordnungsvolumen des Originalpräparats (Herceptin). Führende Vertreter der Proteinkinaseinhibitoren hinsichtlich ihres Verordnungsvolumens sind die CDK-Inhibitoren für die Behandlung des hormonrezeptorpositiven, fortgeschrittenen Mammakarzinoms (4,2 Mio. DDD), gefolgt gleichauf (jeweils 3,5 Mio. DDD) von den BCR-ABL-Tyrosinkinaseinhibitoren zur Behandlung der chronischen myeloischen Leukämie sowie die Rezeptor-Tyrosinkinaseinhibitoren zur Behandlung u. a. des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms, des Nierenzellkarzinoms, von gynäkologischen Tumoren (Mamma- bzw. Ovarialkarzinom) und Weichteilsarkomen, aber auch von nicht malignen Erkrankungen (z. B. idiopathische Lungenfibrose, interstitielle Lungenerkrankung). Einen Anstieg der Verordnungen zeigen auch die Bruton-Tyrosinkinaseinhibitoren, insbesondere Acalabrutinib zur Behandlung der chronischen lymphatischen Leukämie bzw. niedrig-maligner Lymphome (z. B. M. Waldenström), der Januskinaseinhibitor Ruxolitinib, die BRAF-/MEK-/, ALK- sowie die PARP-Inhibitoren sowie der BCL-2 Inhibitor Venclyxto. Weitere Proteinkinaseinhibitoren werden eingesetzt vor allem zur Behandlung der primären Myelofibrose (MF) und der nach Polycythämia Vera bzw. Essenzieller Thrombozythämie auftretenden MF.
Titel
Hämatologische Neoplasien und solide Tumore
Verfasst von
Prof. Dr. med. Wolf-Dieter Ludwig
Prof. Dr. med. Arnold Ganser
Prof. Dr. med. Georg Maschmeyer
Copyright-Jahr
2023
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-68371-2_5
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