5. Hämatologische Neoplasien und solide Tumore
- 2023
- OriginalPaper
- Buchkapitel
- Verfasst von
- Prof. Dr. med. Wolf-Dieter Ludwig
- Prof. Dr. med. Arnold Ganser
- Prof. Dr. med. Georg Maschmeyer
- Erschienen in
- Arzneiverordnungs-Report 2023
- Verlag
- Springer Berlin Heidelberg
Zusammenfassung
Auf einen Blick
Verordnungsprofil Das höchste Verordnungsvolumen unter den Onkologika haben erstmals in 2022 die monoklonalen Antikörper (30 %), gefolgt von den Hormonantagonisten zur Behandlung des Mammakarzinoms und des Prostatakarzinoms, auf die 25 % der definierten Tagesdosen (DDD) entfallen (Tab. 5.1). An dritter Stelle stehen die klassischen Zytostatika (22 %) mit der führenden Gruppe der Antimetabolite, was vor allem auf den häufigen Verordnungen von 5-Fluorouracil beruht. Als nächste Gruppen folgen Proteinkinaseinhibitoren, deren Verordnungsvolumen erneut leicht um 8,3 % gegenüber 2021 zugenommen hat. Führende Gruppe der monoklonalen Antikörper sind erneut Antikörper gegen PD-1-Rezeptoren und PD-L1-Liganden, die für ein stetig wachsendes Spektrum von onkologischen Indikationen zugelassen sind, gefolgt von HER2-Antikörpern zur Behandlung des HER2-positiven Mammakarzinoms. Die inzwischen verfügbaren 4 Biosimilars zu Trastuzumab übertreffen wie auch bereits in 2021 deutlich das Verordnungsvolumen des Originalpräparats (Herceptin). Führende Vertreter der Proteinkinaseinhibitoren hinsichtlich ihres Verordnungsvolumens sind die CDK-Inhibitoren für die Behandlung des hormonrezeptorpositiven, fortgeschrittenen Mammakarzinoms (4,2 Mio. DDD), gefolgt gleichauf (jeweils 3,5 Mio. DDD) von den BCR-ABL-Tyrosinkinaseinhibitoren zur Behandlung der chronischen myeloischen Leukämie sowie die Rezeptor-Tyrosinkinaseinhibitoren zur Behandlung u. a. des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms, des Nierenzellkarzinoms, von gynäkologischen Tumoren (Mamma- bzw. Ovarialkarzinom) und Weichteilsarkomen, aber auch von nicht malignen Erkrankungen (z. B. idiopathische Lungenfibrose, interstitielle Lungenerkrankung). Einen Anstieg der Verordnungen zeigen auch die Bruton-Tyrosinkinaseinhibitoren, insbesondere Acalabrutinib zur Behandlung der chronischen lymphatischen Leukämie bzw. niedrig-maligner Lymphome (z. B. M. Waldenström), der Januskinaseinhibitor Ruxolitinib, die BRAF-/MEK-/, ALK- sowie die PARP-Inhibitoren sowie der BCL-2 Inhibitor Venclyxto. Weitere Proteinkinaseinhibitoren werden eingesetzt vor allem zur Behandlung der primären Myelofibrose (MF) und der nach Polycythämia Vera bzw. Essenzieller Thrombozythämie auftretenden MF.
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- Titel
- Hämatologische Neoplasien und solide Tumore
- Verfasst von
-
Prof. Dr. med. Wolf-Dieter Ludwig
Prof. Dr. med. Arnold Ganser
Prof. Dr. med. Georg Maschmeyer
- Copyright-Jahr
- 2023
- Verlag
- Springer Berlin Heidelberg
- Buch
-
Arzneiverordnungs-Report 2023
Print ISBN: 978-3-662-68370-5
Electronic ISBN: 978-3-662-68371-2
Copyright-Jahr: 2023
- DOI
- https://doi.org/10.1007/978-3-662-68371-2_5
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