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10.04.2018 | Leitthema

Informelle Pflege bei Demenz nach Leistungsarten

Zeitschrift:
Der Nervenarzt
Autoren:
Dr. C. Brettschneider, A. Hajek, J. Stein, T. Luck, S. Mamone, B. Wiese, E. Mösch, D. Weeg, A. Fuchs, M. Pentzek, J. Werle, S. Weyerer, T. Mallon, H. van den Bussche, K. Heser, M. Wagner, M. Scherer, W. Maier, S. G. Riedel-Heller, H.-H. König
Wichtige Hinweise
S.G. Riedel-Heller und H.-H. König haben zu gleichen Teilen zu der Arbeit beigetragen.

Zusammenfassung

Hintergrund

Demenz stellt eine gesellschaftliche Herausforderung dar und wird dies in Zukunft in noch stärkerem Ausmaß tun. In der Versorgung von Menschen mit Demenz spielt die informelle Pflege eine zentrale Rolle. Bisherige Untersuchungen berücksichtigten informelle Pflege jedoch als Aggregat und betrachteten nicht die Ebene einzelner Leistungen.

Ziel der Arbeit

Es soll ergründet werden, wie stark der Zusammenhang zwischen informellen Einzelleistungen und Demenz ausgeprägt ist.

Material und Methoden

Die Daten entstammen der 7. Welle der AgeCoDe/AgeQualiDe-Studie. Das Vorliegen einer Demenz wurde gemäß DSM-IV festgestellt. Der Schweregrad der Demenz basiert auf dem Clinical Dementia Rating. Acht verschiedene informelle Leistungen wurden berücksichtigt. Zur Bestimmung von Zusammenhängen wurden logistische Regressionsmodelle geschätzt.

Ergebnisse

Von 864 Teilnehmern litten 18 % unter einer Demenz (sehr leicht: 4 %; leicht: 6 %; mittelgradig: 5 %; schwer: 3 %). Alle informellen Pflegeleistungen waren signifikant mit dem Vorliegen einer Demenz assoziiert. Besonders hervorzuheben sind „Beaufsichtigung“ (OR: 18,53), „Regelung finanzieller Angelegenheiten“ (OR: 11,38) und „Hilfe bei der Medikamenteneinnahme“ (OR: 8,48). Ähnliche Ergebnisse zeigten sich auch bei der Betrachtung nach dem Schweregrad. Für alle 3 Leistungen bestand eine signifikante Assoziation zwischen Schweregrad und Inanspruchnahme (Ausnahme: sehr leichte Demenz und Aufsicht).

Diskussion

Die Ergebnisse zeigen, dass alle informellen Pflegeleistungen mit Demenz assoziiert sind. Besonders ausgeprägt ist diese Assoziation bei Aufgaben, die der Pflegende leichter mit seinem Alltag verbinden kann. Bei der versorgungspolitischen Einplanung informeller Pflege in die allgemeine Versorgung von Menschen mit Demenz sollte dies berücksichtigt werden.

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