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30.09.2014 | Sonderheft 5/2014

MMW - Fortschritte der Medizin 5/2014

Optimale Schlaganfallprävention bei geriatrischen Patienten mit Vorhofflimmern

Konsensbericht eines interdisziplinären Expertengremiums

Zeitschrift:
MMW - Fortschritte der Medizin > Sonderheft 5/2014
Autoren:
MHBA, FESC Priv.-Doz. Dr. med. Philipp Bahrmann, Prof. Dr. med. Martin Wehling, Prof. Dr. med. Dieter Ropers, Dr. med. Jürgen Flohr, Dr. med. Andreas Leischker, Prof. Dr. med. Joachim Röther
Wichtige Hinweise
This article is part of a supplement not sponsored by the industry.

Danksagung

Claudia Azadi und Marcus Rüdinger, Pfizer Pharma GmbH, Berlin, organisierten die Konferenz. Fred Harms moderierte die Konferenz. Pfizer finanzierte die „Geriatriekonferenz — orale Antikoagulation“ und bot Unterstützung bei der Vorbereitung dieses Arbeitspapiers (3P Consulting, Seefeld), nahm jedoch keinen Einfluss auf die Inhalte. Alle Verfasser waren für kritische Überprüfungen des Manuskripts und für wichtige intellektuelle Inhalte verantwortlich. Sie genehmigten die Endfassung des Manuskripts.

Interessenkonflikt

Philipp Bahrmann ist Stipendiat des Forschungskollegs Geriatrie der Robert Bosch Stiftung, Stuttgart. Er erhielt Vortrags- und Beratungshonorare von Pfizer und ThermoScientific. Er erklärt, dass keine finanziellen Interessenkonflikte in Bezug auf dieses Manuskript bestehen.
Martin Wehling war von 2004 bis 2006 während seines Sabbaticals von seiner Professur an der Universität Heidelberg bei AstraZeneca R&D, Mölndal, als Leiter der medizinischen Forschung (= translationale Medizin) beschäftigt. Nach Rückkehr auf seinen Posten im Januar 2007 erhielt er Vortrags- und Beratungshonorare von Sanofi-Aventis, Novartis, Takeda, Roche, Pfizer, Bristol-Myers Squibb, Daichii-Sankyo, Lilly, LEO, Shire und Novo Nordisk. Er erklärt, dass keine finanziellen Interessenkonflikte in Bezug auf dieses Manuskript bestehen.
Dieter Ropers erhielt Beratungs- und Vortragshonorare von Pfizer, Bristol-Myers Squibb, Boehringer Ingelheim, Berlin-Chemie, Servier und Bayer Health Care. Er erklärt, dass keine finanziellen Interessenkonflikte in Bezug auf dieses Manuskript bestehen.
Jürgen Flohr erhielt Beratungs- und Vortragshonorare von Berlin-Chemie, Grünenthal, GSK, Mundipharma, MSD, Shire und Pfizer. Er erklärt, dass keine finanziellen Interessenkonflikte in Bezug auf dieses Manuskript bestehen.
Andreas Leischker ist Leiter der Arbeitsgruppe Alterstraumatologie der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie. Er erhält für diese Funktion keine Honorare. Er erhielt ein Vortragshonorar von AstraZeneca. Er erklärt, dass keine finanziellen Interessenkonflikte in Bezug auf dieses Manuskript bestehen.
Joachim Röther erhielt Beratungs- und Vortragshonorare von Sanofi-Aventis, Pfizer, Bristol-Myers Squibb, Boehringer Ingelheim, Lundbeck, Covidien und Bayer Health Care. Er erklärt, dass keine finanziellen Interessenkonflikte in Bezug auf dieses Manuskript bestehen.
Ein Erratum zu diesem Beitrag ist unter http://​dx.​doi.​org/​10.​1007/​s15006-014-3755-6 zu finden.

Zusammenfassung

Hintergrund:

Geriatrische Patienten mit Vorhofflimmern haben ein hohes Schlaganfallrisiko. Gemäß etablierter Risikoskalen besteht eine klare Indikation zur Antikoagulation. Trotzdem werden diese Patienten in der täglichen Praxis oft nicht entsprechend behandelt. Die Gründe dafür sind Komorbiditäten des Patienten und Komedikation, Bedenken wegen geringer Therapietreue oder Angst vor Blutungen, insbesondere nach Stürzen.

Methode:

Dieses Positionspapier fasst die Ergebnisse einer Diskussionsrunde zusammen, zu der sich ein interdisziplinäres Expertengremium traf.

Ergebnisse und Schlussfolgerungen:

Die Experten waren sich darüber einig, dass geriatrische Patienten im Regelfall eine orale Antikoagulation erhalten sollten, es sei denn, eine umfassende neurologische und geriatrische Beurteilung (einschließlich klinischer Untersuchung, Ganganalyse und validierter Messinstrumente wie Modifizierter Rankin-Test, Mini-Mental-Status-Test oder Geldzähl-Test) liefert gewichtige Gründe dagegen. Alle Patienten mit wiederholten Stürzen in der Vorgeschichte sollten zur Abklärung der Sturzursachen sorgfältig untersucht werden. Patienten mit einem CHADS2-Wert ≥ 2 sollten auch bei hohem Sturzrisiko eine Antikoagulation erhalten. Die neuen oralen Antikoagulanzien (NOAK) sind bei geriatrischen Patienten mit Vorhofflimmern leichter anzuwenden (keine INR-Tests erforderlich, leichtere Antikoagulationsüberbrückung) und zeigen ein besseres Nutzen-Risiko-Verhältnis als Vitamin-K-Antagonisten. Medikamente, die vorrangig extrarenal eliminiert werden, sind bei geriatrischen Patienten sicherer und sollten daher bevorzugt werden.

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Literatur
Über diesen Artikel

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