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30.09.2014 | Sonderheft 5/2014

MMW - Fortschritte der Medizin 5/2014

Tageszeitlich flexible Gabe von Insulin degludec bei Patienten mit Typ-1-Diabetes oder Typ-2-Diabetes

Übersicht

Zeitschrift:
MMW - Fortschritte der Medizin > Sonderheft 5/2014
Autoren:
Dr. med. Jörg Lüdemann, Dr. med. Karsten Milek, Dr. med. Birgit Wilhelm, Alexander Segner, MD Dr. med. Elmar Jaeckel
Wichtige Hinweise
This article is part of a supplement not sponsored by the industry.

Danksagung

Wir danken Herrn Dr. med. Detlev Janssen für die redaktionelle Mitarbeit. Herr Janssen erklärt, dass seine Firma Med-i-Scene Concept GmbH, D-91085 Weisendorf, diesbezüglich eine inhaltlich ungebundene Unterstützung von der Firma Novo Nordisk Pharma GmbH, D-55127 Mainz, erhalten hat.

Interessenkonflikt

Dr. med. Jörg Lüdemann war als Prüfarzt an der hier referierten Studie zu IDeg bei Typ-1-Diabetes beteiligt und hat für Vorträge und Beratertätigkeiten Zuwendungen von der Novo Nordisk Pharma GmbH erhalten. Er erklärt, dass keine finanziellen Interessenkonflikte in Bezug auf dieses Manuskript bestehen.
Dr. med. Karsten Milek war als Prüfarzt an der hier referierten Studie zu IDeg bei Typ-1-Diabetes beteiligt und hat für Vorträge und Beratertätigkeiten Zuwen dungen von der Novo Nordisk Pharma GmbH erhalten. Er erklärt, dass keine finanziellen Interessenkonflikte in Bezug auf dieses Manuskript bestehen.
Dr. med. Birgit Wilhelm ist angestellt bei der Firma Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz.
Alexander Segner war als Prüfarzt an der hier referierten Studie zu IDeg bei Typ-1-Diabetes beteiligt und hat für Vorträge und Beratertätigkeiten Zuwendungen von der Novo Nordisk Pharma GmbH erhalten. Er erklärt, dass keine finanziellen Interessenkonflikte in Bezug auf dieses Manuskript bestehen.
Dr. med. Elmar Jaeckel hat für Vorträge und Beratertätigkeiten Zuwendungen von der Novo Nordisk Pharma GmbH erhalten. Er erklärt, dass keine finanziellen Interessenkonflikte in Bezug auf dieses Manuskript bestehen.

Zusammenfassung

Hintergrund:

Insulin degludec (IDeg) ist ein Basalinsulin mit stabilem, flachem Wirkprofil und gleichmäßiger Verteilung des blutzuckersenkenden Effekts über 24 Stunden. Die terminale Halbwertszeit von IDeg ist mit ca. 25 Stunden im Mittel um den Faktor 2 länger als bei Insulin glargin (IGlar). Dies könnte eine tageszeitlich flexiblere Gabe als bei den bisher verfügbaren Basalinsulinen ermöglichen.

Methode:

Zwei offene, randomisierte, Treat-to-target Studien schlossen Patienten mit Typ-1-Diabetes (n = 493) oder Typ-2-Diabetes (n = 687) ein. Beide Phase-3-Studien verglichen eine tageszeitlich flexible Gabe von IDeg (IDeg-flex) mit IDeg zur Abendmahlzeit (IDeg-abends) und IGlar zu einer festen Tageszeit. In der IDeg-flex-Gruppe waren Dosierungsintervalle vorgegeben, die zwischen 8 und 40 Stunden variierten.

Ergebnisse:

Bei Patienten mit Typ-1-Diabetes erwies sich IDeg-flex nach 26 Wochen hinsichtlich der Reduktion von HbA1c (-0,40%) versus IDeg-abends (-0,41%) und IGlar (-0,58%) als nicht unterlegen. Außerdem traten nächtliche Hypoglykämien bei IDeg-flex um 40% (p < 0,01) seltener auf als mit IGlar. Bei Patienten mit Typ-2-Diabetes war IDeg-flex hinsichtlich der Reduktion von HbA1c (-1,28%) im Vergleich zu IDeg-abends (-1,07%) und IGlar (-1,26%) nicht unterlegen, wobei die Hypoglykämieraten vergleichbar waren.

Schlussfolgerung:

Durch IDeg erhalten Patienten mit Diabetes mellitus die Möglichkeit, den Zeitpunkt der Injektion des Basalinsulins bei Bedarf zu variieren (mindestens 8 Stunden Abstand zur letzten Injektion notwendig) und somit flexibler zu dosieren. In Versorgungsstudien sollten die Auswirkungen dieser Behandlungsoption auf die Lebensqualität, die Therapieadhärenz und das Behandlungsergebnis untersucht werden.

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Literatur
Über diesen Artikel

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