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03.09.2018 | Prostatakarzinom | Originalien | Ausgabe 9/2019

Der Urologe 9/2019

„Dr. Google“ – Informationssuche und Krankheitsangst bei Männern mit lokal begrenztem Prostatakarzinom

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 9/2019
Autoren:
C. Hilger, I. Otto, C. Hill, T. Huber, F. Kendel
Wichtige Hinweise
Die Autorinnen C. Hilger und I. Otto haben zu gleichen Anteilen an der Publikation gearbeitet und teilen sich die Erstautorenschaft.

Zusammenfassung

Hintergrund und Ziel

Nach der Diagnose „lokal begrenztes Prostatakarzinom“ (LPCa) suchen viele Männer nach zusätzlichen Informationen zu ihrer Erkrankung. Inwiefern unterschiedliche Informationsquellen die Unsicherheit und Angst beeinflussen, ist bislang nicht eindeutig. In dieser Studie soll deshalb untersucht werden, wie verschiedene Arten von Informationsquellen, die Zahl genutzter Quellen und die wahrgenommene Informiertheit mit der Krankheitsangst zusammenhängen.

Material und Methoden

Männer mit LPCa (N = 292; n = 150 radikale Prostatektomie, n = 142 aktive Überwachung) wurden im Rahmen einer querschnittlichen Beobachtungsstudie hinsichtlich soziodemographischer Variablen, Anzahl und Art der verwendeten Informationsquellen, wahrgenommener Informiertheit und krankheitsspezifischer Angst befragt. Der Zusammenhang von Informationssuche und Krankheitsangst wurde mit einer moderierten sequentiellen multiplen Regression getestet.

Ergebnisse

Die Männer waren 70 ± 7,2 Jahre alt und befanden sich 47,9 ± 15,4 Monate nach Therapieentscheidung. Die multiple Regressionsanalyse zeigte, dass die Internetnutzung (β = 3,28; p > 0,001), die Anzahl der Informationsquellen (β = 1,09; p > 0,01) und eine geringere Informiertheit (β = 4,49; p > 0,001) unabhängige Prädiktoren für die Krankheitsangst waren. Außerdem erklärte die Dreifachinteraktion (β = 2,03; p > 0,05) einen signifikanten Varianzanteil. Insgesamt erklärte das Modell 30 % der Kriteriumsvarianz.

Diskussion

Unsere Ergebnisse zeigen, dass bereits viele Männer mit LPCa das Internet als Informationsquelle nutzen und dass die Online-Informationssuche mit einer erhöhten Krankheitsangst assoziiert ist. Möglicherweise können Angst und Unsicherheit reduziert werden, wenn Ärzte ihre Patienten bei der Auswahl von verlässlichen Online-Quellen beraten.

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