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10.09.2019 | Pseudarthrosen | Leitthema | Ausgabe 3/2019

Trauma und Berufskrankheit 3/2019

Auftreten von Pseudarthrosen bei Humerusschaftfrakturen

Zeitschrift:
Trauma und Berufskrankheit > Ausgabe 3/2019
Autoren:
M. Kruse, L. Wagenmann, V. Kruse, B. Kowald, K. Seide, M. Faschingbauer

Zusammenfassung

Hintergrund

Das Risiko für die Pseudarthrosenentwicklung nach Humerusschaftfrakturen liegt in der Literatur abhängig von patientenspezifischen und therapiespezifischen Risikofaktoren bei 0–30 %. Während die primäre Therapie der Humerusschaftfraktur konservativ oder operativ (offene oder minimalinvasive Plattenosteosynthese, anterograde oder retrograde Marknagelosteosynthese) erfolgen kann, ist die Therapie der Pseudarthrose operativ – in der Regel wird ein Verfahrenswechsel, häufig in Kombination mit Spongiosaplastik, durchgeführt. Bekannt ist, dass eine optimale Reposition bei der Primäroperation und eine ausreichende Kompression auf den Frakturspalt das Pseudarthrosenrisiko und somit das Risiko für eine operative Revision senken können.

Patienten und Methode

In unserer Klinik wurden anhand einer retrospektiven Studie an 57 Patienten mit Humerusschaftpseudarthrose die zur Revision führenden Versagensmechanismen untersucht.

Ergebnisse

Es zeigte sich mehrheitlich eine nicht ausreichende Stabilität der Osteosynthese: Bei 31 Patienten (54,4 %) bestand eine Marknagellockerung, bei 12 Patienten (21,1 %) ein fehlender Frakturdurchbau bei nicht gelockerter Marknagelosteosynthese, bei 9 Patienten (15,8 %) eine Lockerung der Plattenosteosynthese bzw. Plattenbruch, bei 3 Patienten (5,3 %) kein Frakturdurchbau bei nicht gelockerter Plattenosteosynthese, und bei je 1 Patienten (1,8 %) fand sich eine Platteninfektion bzw. eine Pseudarthrose nach konservativer Therapie. Weiterhin wurde die Spaltweite zwischen den Frakturenden radiologisch bestimmt. Bei 17,6 % der Patienten zeigte sich ein breiter verbliebener Frakturspalt von über 10 mm.

Schlussfolgerung

Daher sollte bei der primären Osteosynthese besonders darauf geachtet werden, dass eine suffiziente Reposition der Frakturenden gelingt und Kompression auf den Frakturspalt ausgeübt wird.

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