Skip to main content
main-content

19.05.2016 | Originalien | Ausgabe 2/2016 Open Access

Somnologie 2/2016

Somnoendoskopie

Endoskopische Untersuchung des Mesopharynx im Wachzustand und in Sedierung

Zeitschrift:
Somnologie > Ausgabe 2/2016
Autoren:
S. Scharfe, A. Ludwig, S.G. Russo, P. Klapsing, W. Engelke

Zusammenfassung

Hintergrund

Frühere Studien berichten über unterschiedliche Weitstellungen des Mesopharynx im Wachzustand und in Sedierung.

Fragestellung

Lässt sich der mesopharyngeale Isthmus im Wachzustand und in Sedierung durch bestimmte Manöver beeinflussen?

Material und Methoden

Bei 50 gesunden Probanden (18 m, 32 w) wurde der mesopharyngeale Isthmus im Wachzustand und in Sedierung endoskopisch untersucht und der intraorale Unterdruck mit einem Vakuumaktivator kontrolliert. Folgende Manöver wurden durchgeführt und dabei der Isthmus bildlich dokumentiert: Spontanatmung mit anteriorem Lippenschluss (SA), Unterkieferprotrusion (UP), Zungenrepositionsmanöver (ZRM), Unterkieferprotrusion mit ZRM (UP, ZRM). Während des ZRM ist – bei geschlossenen Lippen – die Zunge an den Zahnreihen, den Hartgaumen und an das Velum angelagert.

Ergebnisse

Im Wachzustand wurden 123 Bilder analysiert, davon 35 mit SA, 34 mit UP, 35 mit ZRM, 19 mit ZRM und UP. In Sedierung waren es 125, davon 35 mit SA, 32 mit UP, 34 mit ZRM, 24 mit ZRM und UP. Die Resultate zeigen, dass in Sedierung das ZRM einen signifikant erweiternden Effekt auf die Weite des mesopharyngealen Isthmus im Vergleich zur sedierten SA ohne ZRM (p < 0,05) hatte. Das kombinierte Manöver mit ZRM und UP hatte im Vergleich zur sedierten SA einen additiven Effekt auf die Weitstellung des mesopharyngealen Isthmus (p < 0,05).

Schlussfolgerung

In Sedierung wird mittels ZRM und kombiniertem Manöver mit UP und ZRM der mesopharyngeale Isthmus durch Vorverlagerung der Zunge aus dem Pharynxraum mit enger Zungengaumenkontaktposition sowie durch Anlagerung des Velums am Zungenrücken stabilisiert.

Unsere Produktempfehlungen

Somnologie

Print-Titel

  • Aktuelles, gesichertes Fachwissen zu Ätiologie, Pathophysiologie, Differentialdiagnostik und Therapie von Schlafstörungen

• Multidisziplinärer Ansatz

e.Med Interdisziplinär

Kombi-Abonnement

Mit e.Med Interdisziplinär erhalten Sie Zugang zu allen CME-Fortbildungen und Fachzeitschriften auf SpringerMedizin.de. Zusätzlich können Sie eine Zeitschrift Ihrer Wahl in gedruckter Form beziehen – ohne Aufpreis.

e.Dent - Das Online-Abo für Zahnärzte

Online-Abonnement

Mit e.Dent erhalten Sie Zugang zu allen zahnmedizinischen Fortbildungen und unseren zahnmedizinischen und ausgesuchten medizinischen Zeitschriften.

Weitere Produktempfehlungen anzeigen
Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 2/2016

Somnologie 2/2016 Zur Ausgabe

Neu im Fachgebiet Neurologie

Meistgelesene Bücher in der Neurologie

2012 | Buch

Neurologie Fragen und Antworten

Über 1000 Fakten für die Facharztprüfung

Richtig oder falsch? Testen Sie Ihr Wissen systematisch anhand von Fragen nach dem Multiple-Choice-Prinzip. Themen sind u. a. neuromuskuläre Erkrankungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Epilepsien, zerebrovaskuläre Erkrankungen, entzündliche Erkrankungen und Bewegungsstörungen.

Autoren:
Prof. Dr. Peter Berlit, Dr. med. Markus Krämer, Dr. med. Ralph Weber

2015 | Buch

Nervenkompressionssyndrome

Die Diagnostik und Behandlung von Nervenkompressionssyndromen ist eine interdisziplinäre Aufgabe, an der Neurologen, Neuroradiologen und Operateure unterschiedlicher Fachrichtungen mitwirken. Häufige und seltene Formen sind gleichermaßen in diesem Buch beschrieben.

Herausgeber:
Hans Assmus, Gregor Antoniadis