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12.06.2018 | Schwerpunkt | Ausgabe 2/2018

Herzschrittmachertherapie + Elektrophysiologie 2/2018

Tipps für die Anamnese bei Patienten mit Synkope

Zeitschrift:
Herzschrittmachertherapie + Elektrophysiologie > Ausgabe 2/2018
Autor:
PD Dr. Carsten W. Israel

Zusammenfassung

Unklare Bewusstseinsverluste stellen einen der häufigsten Gründe für eine Vorstellung in der Notaufnahme dar. Schon zu Beginn der Abklärung ergeben sich oft ganz grundsätzliche Fragen: 1. Handelt es sich überhaupt um einen Bewusstseinsverlust? 2. Welches Fachgebiet (Neurologie, Kardiologie, andere?) soll die Abklärung durchführen? 3. Muss die Abklärung stationär erfolgen? Eine Antwort auf diese Fragen ergibt sich aus einer systematischen Anamnese, die zwar individuell angepasst werden, aber auch systematisch einen Fragenkatalog abarbeiten muss. Die Anamnese muss zunächst klarstellen, ob es sich um eine Synkope handelt. Hierbei können nichtsynkopale Ereignisse wie Sturz, transiente globale Amnesie, Epilepsie, psychogene Pseudosynkope, transiente ischämische Attacken und „drop attacks“ ausgeschlossen werden. Im zweiten Schritt können die 4 Gruppen von Synkopenursachen durch die Anamnese abgeklärt werden. Neurokardiale Synkopen treten meist mit typischen Prodromi in typischen Auslösesituationen bei (jüngeren) Herzgesunden auf. Orthostase tritt immer in aufrechter Position und im Zusammenhang mit Aufstehen auf, oft bei Patienten, die Antihypertensiva einnehmen. Rhythmogene Synkopen treten oft ohne Prodromi, mit Verletzungen und Palpitationen bzw. Herzrasen vor Synkope auf, bei älteren Patienten mit Herzerkrankung oder (seltener) bei jungen Herzgesunden mit einer positiven Familienanamnese. Strukturelle Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Ursache von Synkopen sind oft anamnestisch bekannt und werden wahrscheinlicher bei Auftreten unter Belastung oder im Liegen sowie bei Symptomen wie Thoraxschmerz und Dyspnoe. Die vorliegende Übersicht stellt die wichtigsten Fragen zusammen, die bei der Synkopen-Abklärung wegweisend sein können.

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