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10.03.2021 | Übergewicht | Originalien | Ausgabe 4/2021 Open Access

Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie 4/2021

Effekte gesundheitsrelevanter Verhaltensweisen auf die subjektive Erwerbsperspektive älterer Beschäftigter in Deutschland

Zeitschrift:
Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie > Ausgabe 4/2021
Autoren:
M.Sc. Daniela Borchart, MPH Dr. Jean-Baptist du Prel, Prof. Dr. Hans Martin Hasselhorn

Zusammenfassung

Hintergrund und Ziel

Die subjektive Erwerbsperspektive (EP) gilt als prädiktiv für die realisierte Erwerbsdauer. Inwieweit spezifische gesundheitsrelevante Verhaltensweisen (GVh) mit der EP älterer Beschäftigter assoziiert sind, wurde bislang nicht erforscht. Vor diesem Hintergrund wurden die Effekte von körperlicher Aktivität, Übergewicht und Rauchen auf die EP älterer Beschäftigter untersucht.

Material und Methoden

Analysiert wurden Daten von 3368 älteren Erwerbstätigen, die 2018 an der dritten Befragungswelle der repräsentativen lidA-Studie teilnahmen. EP wurde anhand der Selbsteinschätzung, wie lange man glaubt, noch arbeiten zu können, untersucht. Mittels hierarchischer linearer Regressionsmodelle wurden die Effekte der GVh auf die EP kontrolliert für soziodemografische, arbeits- und gesundheitsbezogene Faktoren querschnittlich untersucht. Durch Interaktionstestung wurde das Zusammenspiel unabhängiger Variablen auf die EP geprüft.

Ergebnisse

Körperliche Aktivität und Adipositas waren signifikant mit der EP assoziiert. Regelmäßig körperlich Aktive gehen davon aus, um fünf Monate länger arbeiten zu können als wenig bzw. nicht Aktive. Beschäftigte ohne Übergewicht gehen davon aus, um fünf Monate länger arbeiten zu können als Adipöse. Kontrolliert für die Gesundheit war der Effekt von Adipositas nicht mehr signifikant. Das Rauchverhalten zeigte keinen signifikanten direkten Effekt auf die EP.

Schlussfolgerung

Unsere Ergebnisse lassen darauf schließen, dass besonders körperliche Aktivität förderlich für die EP sein kann. Um das Potenzial der spezifischen GVh für die Erwerbsfähigkeit genauer bewerten zu können, sind weitere Untersuchungen notwendig. Betriebliche Akteure sollten die Ergebnisse bei der Planung verhaltens- und verhältnispräventiver Maßnahmen berücksichtigen, um gezielter auf die Bedürfnisse der Beschäftigten, besonders jener mit potenziell kürzerer EP, eingehen zu können.

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