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01.09.2014 | CME Zertifizierte Fortbildung | Ausgabe 9/2014

Der Gynäkologe 9/2014

Update operative Therapie des Mammakarzinoms

Wie viel muss sein?

Zeitschrift:
Der Gynäkologe > Ausgabe 9/2014
Autoren:
V. Fink, L. Schwentner, W. Janni

Zusammenfassung

Die operative Therapie des Mammakarzinoms hat sich entscheidend weiterentwickelt, vor allem geprägt durch reduzierte lokale Radikalität. Mehrstufige Therapiekonzepte ermöglichen, die Operation nicht zwangsläufig am Beginn der Therapie durchführen zu müssen. Die radikale Mastektomie nach Halsted war lange der operative Standard beim Mammakarzinom. Mittlerweile werden bis zu 70–80 % aller Patientinnen brusterhaltend operiert. Obwohl diese Therapie seit Jahrzehnten präferiert wird, gibt es nach wie vor keinen endgültigen Konsens über adäquate Resektionsränder. Die Strategie der axillären Lymphknotenentfernung hat sich ebenfalls gewandelt. Wurde bis vor wenigen Jahren grundsätzlich noch eine komplette Axilladissektion gefordert, so empfiehlt die Datenlage bei brusterhaltender Therapie heute, den Verzicht selbst bei positivem Sentinel-node-Status. Neoadjuvante Therapiekonzepte gestatten ggf. eine weitere Steigerung der Brusterhaltung. Für andere Fälle sind alle rekonstruktiven Möglichkeiten zu prüfen, wenn eine Mastektomie indiziert ist.

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