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01.10.2017 | Kasuistiken | Ausgabe 5/2017

Rechtsmedizin 5/2017

Verfälschung der Atemalkoholkonzentration-Messung durch ein „Hausmittel“ zur Zahnpflege?

Zeitschrift:
Rechtsmedizin > Ausgabe 5/2017
Autoren:
M. Schaul, G. Schmitt, G. Skopp, H.-T. Haffner

Zusammenfassung

Ein 43-jähriger Mann führte ein mittels Dräger Alcotest 7110 Evidential ermitteltes AAK-Messergebnis von 0,32 mg/l allein auf die Anwendung eines ca. 3 h zuvor aufgetragenen „Hausmittels“ zur Zahnpflege zurück. Eine mit dem Beschuldigten durchgeführte Rekonstruktion zeigte, dass nach dem Auftragen der ethanolhaltigen Paste über einen Zeitraum von 2 h Alkohol in der Atemluft nachweisbar war, dieser jedoch durch das Messgerät Dräger Alcotest 7110 Evidential als Mundrestalkohol erkannt wurde. Ausschlaggebend für die zuverlässige technische Erkennung ist ein bisher von Dräger unveröffentlichter Detektionsmechanismus. Es handelt sich um eine kontinuierliche AAK-Messung mittels Infrarotsensor während der Atemprobenabgabe. Weitere Versuche sind nötig, um zu überprüfen, inwiefern das Dräger Alcotest 7110 Evidential diese Erkennung bei gleichzeitiger Alkoholisierung in gleicher Empfindlichkeit gewährleisten kann.

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