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01.03.2016 | Pädiatrische Notfälle | Ausgabe 2/2016

Notfall +  Rettungsmedizin 2/2016

Broselow®-Tape und Pädiatrisches Notfalllineal im Vergleich

Genauigkeit der Gewichtsschätzung

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 2/2016
Autoren:
Dr. med. A. R. Schmidt, T. Haas, K. P. Buehler, K. Ruetzler, M. Weiss, A. Schmitz

Zusammenfassung

Hintergrund

Eine Gewichtsangabe ist in präklinischen pädiatrischen Notfällen essenziell für die korrekte Medikamentendosierung. Da diese jedoch oft nicht verfügbar ist, wurden längenbasierte Instrumente zur Gewichtsschätzung entwickelt. Zwei davon sind das Broselow®-Tape (BT) und das Pädiatrische Notfalllineal (PNL).

Ziel

BT und PNL wurden hinsichtlich ihrer längenbasierten Gewichtsschätzung verglichen.

Material und Methoden

Die im elektronischen „patient data management system“ von 2010 bis 2011 gesammelten Daten der Kinderanästhesieabteilung des Universitäts-Kinderspitals Zürich wurden retrospektiv analysiert. In diese Studie eingeschlossen wurden Patienten mit dokumentiertem Alter, Geschlecht und Körpergewicht sowie mit gemessener Körperlänge im gemeinsamen Längenbereich der Notfallbänder. Das mithilfe des BT bzw. PNL geschätzte Gewicht wurde mit dem bei Klinikaufnahme ermittelten tatsächlichen Patientengewicht verglichen. Zur statistischen Analyse wurden Wilcoxon- und McNemar-Tests sowie die Bland-Altman-Biasanalyse verwendet. Die Ergebnisse sind als Median (Interquartile) angegeben.

Ergebnisse

Es wurden 3273 Patienten eingeschlossen. Der Altersmedian lag bei 3,62 Jahren (1,13–6,48 Jahre), das Gewicht bei 15,1 kg (9,42–21,5 kg) und die Körperlänge bei 99,0 cm (75,5–118,0 cm). Das BT zeigte bezüglich der Gewichtsschätzung im Vergleich zum PNL eine statistisch signifikant geringere Abweichung (8,57 vs. 9,23 %; p < 0,001). Mit 57,4 % der Fälle lag das BT signifikant häufiger im ± 10 %-Intervall (PNL: 53,6 %; p < 0,001) und mit 13,7 % signifikant seltener im > 20 %-Intervall (PNL: 17,8 %; p < 0,001). Mit dem BT wurde das Gewicht weniger häufig unterschätzt als mit dem PNL (36,7 vs. 41,8 %; p < 0,001).

Schlussfolgerung

Mit dem BT lässt sich das Körpergewicht präziser einschätzen als mit dem PNL. Bei einem erheblichen Anteil der Patienten liegt die Abweichung außerhalb des ± 10 %-Intervalls.

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