Der „schwierige“ Patient in der psychiatrischen Versorgung
- 01.07.2009
- CME - Weiterbildung - Zertifizierte Fortbildung
- Verfasst von
- Prof. Dr. W. Weig
- Erschienen in
- Der Nervenarzt | Ausgabe 7/2009
Zusammenfassung
Eine kleine Teilgruppe der Patientinnen und Patienten, die psychiatrische Versorgung in Anspruch nehmen, erweist sich in vieler Hinsicht als „schwierig“. Charakteristika sind eine übermäßige Inanspruchnahme von Leistungen, die hohe Kosten verursacht, massive Interaktionsprobleme mit professionellen Mitarbeitern und Mitpatienten und eine hohe Komplikationsrate. Als zentrale Probleme erweisen sich Noncompliance, Aggressivität und stark störendes Verhalten. Junge Männer überwiegen, diagnostisch handelt es sich häufig um Patienten mit schizophrenen Psychosen und Persönlichkeitsstörungen aus dem Cluster B. Hinweise auf hirnorganische Beeinträchtigung und Substanzmissbrauch sowie Komorbidität verschiedener psychischer Störungen kommen gehäuft vor.
Neben psychopharmakologischen und psychotherapeutischen Behandlungsoptionen spielen zur adäquaten Problemlösung vor allem sozialpsychiatrische Ansätze eine Rolle. Einstellungsveränderungen und angemessene Supervision und Begleitung der betroffenen therapeutischen Mitarbeiter sind entscheidend.
- Titel
- Der „schwierige“ Patient in der psychiatrischen Versorgung
- Verfasst von
-
Prof. Dr. W. Weig
- Publikationsdatum
- 01.07.2009
- Verlag
- Springer-Verlag
- Erschienen in
-
Der Nervenarzt / Ausgabe 7/2009
Print ISSN: 0028-2804
Elektronische ISSN: 1433-0407 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s00115-009-2789-y
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