Zum Inhalt
Die Onkologie

Ernährung bei Tumorpatienten

  • 01.01.2010
  • CME Weiterbildung · Zertifizierte Fortbildung
Erschienen in:

Zusammenfassung

Ernährungsstörungen treten bei Tumorpatienten oft bereits vor der Diagnosestellung auf. Folgen sind erhöhte Morbidität und Mortalität, verminderte Lebensqualität, reduzierte Tumortherapietoleranz und Prognose. Ein tumorassoziierter Gewichtsverlust ist auch für Übergewichtige ungünstig. Eine zentrale Ursache der Mangelernährung ist eine tumorassoziierte systemische Inflammationsreaktion. Eine pathophysiologisch orientierte und auch durchführbare Diagnostik sollte regelmäßig Gewicht, Appetit, Essmenge und die Akutphasenreaktion erfassen. Bei einem Gewichtsverlust ≥5% des gesunden Ausgangsgewichts sollte bei jeder Konsultation eine Ernährungsdiagnostik erfolgen. Oral kann meist mit einer auf die Wünsche und Bedürfnisse des Patienten individuell abgestimmten Vollkost ernährt werden. Bei unzureichender (Energiezufuhr <60% des errechneten Bedarfs, erwartet für mindestens 10 Tage) oder nicht möglicher [Energiezufuhr <2095 kJ/Tag (<500 kcal/Tag), erwartet für mindestens 5 Tage] oraler Ernährung ist eine künstliche Ernährung indiziert. Die Empfehlungen zur Vitamin- und Spurenelementzufuhr entsprechen den Richtlinien der Fachgesellschaften.
Titel
Ernährung bei Tumorpatienten
Verfasst von
Prof. Dr. I.A. Adamietz
Publikationsdatum
01.01.2010
Verlag
Springer-Verlag
Erschienen in
Die Onkologie / Ausgabe 1/2010
Print ISSN: 2731-7226
Elektronische ISSN: 2731-7234
DOI
https://doi.org/10.1007/s00761-009-1772-3
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Neu im Fachgebiet Onkologie

Ist eine HPV-Impfdosis ähnlich effektiv wie zwei?

Mangels verfügbarem HPV-Impfstoffs sind derzeit nur 27% der Mädchen weltweit geimpft. Um die Durchimpfung zu beschleunigen, hat die WHO ihre Empfehlungen auf eine Dosis angepasst. Nun zeigt eine große Studie, ob eine einzelne Impfdosis tatsächlich so wirksam wie zwei ist.

Läuft PAXG beim Pankreaskrebs mFOLFIRINOX den Rang ab?

In der perioperativen Chemotherapie des pankreatischen duktalen Adenokarzinoms markiert das mFOLFIRINOX-Schema bis dato eine Art Standard der Behandlung. Ein italienisches Onkologie-Forschungsteam wartet nun mit einem alternativen Vorschlag auf.

Glioblastom: Auf diese PPI sollten Sie verzichten

Eine Metaanalyse aus fünf Studien zeigt: Die Einnahme von Protonenpumpenhemmern (PPI) bei neu diagnostiziertem Glioblastom ist mit einem schlechteren Überleben assoziiert – allerdings nicht bei allen PPI.

Perioperative Ernährungstherapie oft nicht leitliniengerecht

Beim Ernährungsmanagement vor und nach einer Krebs-Op. im Gastrointestinaltrakt klafft offenbar eine große Lücke zwischen Leitlinienempfehlungen und klinischer Praxis. Darauf deuten die Ergebnisse einer Umfrage in 263 deutschen Zentren hin.

Update Onkologie

Bestellen Sie unseren Fach-Newsletter und bleiben Sie gut informiert.

Bildnachweise
Ein Kind wird von ärztlichen Personal geimpft/© kerkezz / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen), Infusion/© Trsakaoe / stock.adobe.com, Mann hält Tablette und Wasserglas/© Syda Productions / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Person isst eine Krankenhaus-Mahlzeit/© gballgiggs / Stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)