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13.09.2017 | Originalien | Ausgabe 1/2018

Der Radiologe 1/2018

Fokale Läsionen in der Ganzkörper-MRT beim multiplen Myelom

Quantifizierung der Tumorlast und Korrelation mit krankheitstypischen Parametern und Prognose

Zeitschrift:
Der Radiologe > Ausgabe 1/2018
Autoren:
S. C. Brandelik, J. Krzykalla, T. Hielscher, J. Hillengass, J. K. Kloth, H. U. Kauczor, M. A. Weber

Zusammenfassung

Hintergrund und Fragestellung

In dieser Studie wurden Methoden der Tumorlastquantifizierung in der Ganzkörper-Magnetresonanztomographie (GK-MRT) beim Multiplen Myelom untersucht und mit krankheitstypischen Parametern in Serum und Knochenmark korreliert.

Material und Methoden

Die GK-MRT von 52 Patienten mit fokalem Befallsmuster wurden retrospektiv ausgewertet. 700 fokale Läsionen (im Folgenden Läsionen genannt) wurden in kugelig und nicht-kugelig eingeteilt, manuell segmentiert und der längste Durchmesser (LD) bestimmt. Gesamtanzahl und -volumen der Läsionen wurden mit klinischen Parametern und Prognose sowie der LD mit dem segmentierten Volumen (SV) der Läsionen korreliert. SV und per Kugelformel anhand dem LD berechnetes Volumen (BV) wurden auf Übereinstimmung analysiert.

Ergebnisse

Es zeigten sich keine signifikanten Korrelationen von Gesamtanzahl/-volumen der Läsionen mit den überwiegend normwertigen Parametern oder der Prognose. 10 % der Läsionen waren kugelig. SV und LD korrelierten signifikant für die einzelnen Läsionen und auf Patientenebene. Das SV war bei Läsionen <6 cm3 systematisch größer, bei Läsionen ≥6 cm3 kleiner als das BV. Zu 95 % zeigten kleine Läsionen Abweichungen des BV von +0,9 bis −4,6 cm3 und große Läsionen von +160 bis −111 cm3 gegenüber dem SV (BV-SV).

Diskussion

Bei überwiegend nicht-kugeligen Läsionen wird die Tumorlast bei fokalem Befallsmuster akkurater durch die Volumetrie als durch die Bestimmung des LD quantifiziert. Die Patientenkohorte ist mit überwiegend normwertigen klinischen Parametern in Richtung Stadium I des „International Staging System“ verteilt und teilweise vorbehandelt, was die Interpretation fehlender Korrelationen erschwert. Auch sind eine unterschiedliche Aktivität der Läsionen und ein MR-morphologisch nicht fassbarer diffuser Befall zu überlegen.

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