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05.01.2017 | Leitthema | Ausgabe 3/2017

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 3/2017

Gesundheitliche Risiken von Synephrin in Nahrungsergänzungsmitteln

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 3/2017
Autoren:
Nadiya Bakhyia, Birgit Dusemund, Klaus Richter, Oliver Lindtner, Karen Ildico Hirsch-Ernst, Bernd Schäfer, Alfonso Lampen
Zusammenfassung
Synephrin ist ein sympathomimetisches Phenylethylaminderivat aus Zitrusfrüchten. Der Pflanzeninhaltsstoff wird in Form von Extrakten aus Bitterorangen ( Citrus aurantium) und oft in Kombination mit Koffein Nahrungsergänzungsmitteln zugesetzt, die zur Gewichtsabnahme bzw. Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit angeboten werden. Im vorliegenden Beitrag wurden die gesundheitlichen Risiken von Synephrin auf Basis verfügbarer toxikologischer Daten sowie unter Anwendung der EFSA-Leitlinie zur Risikobewertung von Pflanzen und pflanzlichen Zubereitungen in Nahrungsergänzungsmitteln bewertet. In tierexperimentellen Studien an Nagern zeigte oral verabreichtes Synephrin sympathomimetische Effekte auf das Herz-Kreislauf-System (Erhöhung des Blutdrucks und der Herzfrequenz, ventrikuläre Arrhythmien). Dabei wurden diese Effekte durch die gleichzeitige Verabreichung von Koffein sowie durch körperliche Aktivität weiter verstärkt. Auch deuten die Ergebnisse einiger klinischer Studien an gesunden Probanden auf ein Potenzial des Synephrins für unerwünschte Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System hin. In mehreren publizierten Fallberichten wurden bei der Einnahme von synephrin- und koffeinhaltigen Präparaten unerwünschte kardiovaskuläre Wirkungen (wie z. B. Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt) beobachtet. Daher kann eine erhöhte Zufuhr an Synephrin – insbesondere in Kombination mit Koffein sowie im Zusammenhang mit intensiver körperlicher Anstrengung – mit Risiken für unerwünschte Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System verbunden sein. Nach Auffassung des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) sollten die über Nahrungsergänzungsmittel zugeführten Mengen an Synephrin innerhalb des Bereiches liegen, die den Aufnahmemengen durch gebräuchliche Lebensmittel entsprechen.

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