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08.04.2019 | Gynäkologische Onkologie | Leitthema | Ausgabe 5/2019

Der Gynäkologe 5/2019

Chemo- und zielgerichtete Therapie des Mammakarzinoms

Einblicke in die aktuelle Datenlage

Zeitschrift:
Der Gynäkologe > Ausgabe 5/2019
Autoren:
Dr. Lena Traub, Josefa Nölke, Stefan Krämer, Michael Friedrich, PD Dr. Marc Thill
Wichtige Hinweise

Redaktion

M. Friedrich, Krefeld
K. Diedrich, Groß Sarau
M. Thill, Frankfurt am Main

Zusammenfassung

Hintergrund

In den letzten Jahrzehnten kam es durch optimierte, individualisierte Therapieoptionen zu erheblichen Fortschritten in der Behandlung des primären und fortgeschrittenen Mammakarzinoms.

Fragestellung

Die Therapie des Mammakarzinoms richtet sich nach dem individuellen Rückfallrisiko der Patientin und kann eine therapeutische Deeskalation oder aber bei Risikokonstellationen, wie HER2-positiven/tripel-negativen Karzinomen eine Eskalation der Therapie zur Folge haben.

Material und Methoden

Darlegung von aktuellen Daten aus prospektiven, randomisierten Studien zur Optimierung der Mammakarzinomtherapie.

Ergebnisse

Hochrisikopatientinnen mit mehr als 4 befallenen Lymphknoten profitieren von einer intensivierten, dosisdichten sequenziellen Chemotherapie nach dem ETC(Epirubicin, Paclitaxel, Cyclophosphamid)-Schema. Zudem zeigte sich, dass Patientinnen mit HER2-positivem bzw. tripel-negativem Mammakarzinom mit Residualtumor trotz optimaler neoadjuvanter Chemotherapie als Hochrisikokollektiv von einem postneoadjuvanten Einsatz mit Trastuzumab Emtansin (T-DM1) bzw. Capecitabin profitieren. Aufgrund überzeugender Studiendaten wird in den aktuellen Leitlinien bei HR(Hormonrezeptor)-positivem/HER2-negativem metastasierten Mammakarzinom bereits die primär endokrine Therapie mit einem CDK4/6(„cyclin-dependent kinases 4/6“)-Inhibitor empfohlen.

Schlussfolgerungen

Obwohl bei einigen Studien die Gesamtüberlebensdaten, bei einigen Medikamenten die offiziellen Zulassungen bzw. bei einigen Wirkstoffen, wie IMMU-32, größere randomisierte Studien ausstehen, so liefern die aktuellen Studien doch neue Erkenntnisse, die möglicherweise zu geänderten Therapieregimen oder innovativen Therapieoptionen führen.

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