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12.05.2017 | Kolorektalchirurgie | Leitthema | Ausgabe 7/2017

Der Chirurg 7/2017

Restaurative Proktokolektomie bei Colitis ulcerosa

Funktionelle Langzeitergebnisse und Lebensqualität

Zeitschrift:
Der Chirurg > Ausgabe 7/2017
Autoren:
Priv.-Doz. Dr. med. E. Rijcken, N. Senninger, R. Mennigen

Zusammenfassung

Die restaurative Proktokolektomie mit ileoanaler Pouchanlage ist die chirurgische Standardtherapie der Colitis ulcerosa. Sie erlaubt neben der kompletten Entfernung des befallenen Kolorektums den Erhalt der Kontinenz und den Verzicht auf ein definitives Ileostoma. Funktionelle Ergebnisse und Aspekte der Lebensqualität sind bei diesem Eingriff von großer Bedeutung. Patienten haben nach einer restaurativen Proktokolektomie in der Regel eine Stuhlfrequenz von ca. 5–6/24 h, und die Kontinenzleistung ist bei über 90 % zufriedenstellend. Eine gute Pouchfunktion korreliert eng mit einer hohen Lebensqualität. Postoperative septische Komplikationen stellen das größte Risiko für eine schlechte Pouchfunktion bis hin zum Pouchverlust dar, deshalb wird die ileoanale Pouchanlage heute auch in den meisten Fällen unter Schutz eines protektiven Ileostomas durchgeführt. Die restaurative Proktokolektomie kann die präoperativ durch die Kolitisaktivität deutlich eingeschränkte Lebensqualität erheblich verbessern und auf das Niveau gesunder Vergleichspopulationen anheben. Damit steht mit der restaurativen Proktokolektomie ein chirurgisches Verfahren zur Verfügung, das exzellente Ergebnisse bezüglich Funktion und Lebensqualität bieten kann.

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