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06.10.2020 | Mammakarzinom | Leitthema | Ausgabe 4/2020

Journal für Ästhetische Chirurgie 4/2020

Hautsparende Mastektomie mit ästhetischer Rekonstruktion durch präpektorale Implantateinlage bei primär und sekundär prophylaktischen Operationen

Zeitschrift:
Journal für Ästhetische Chirurgie > Ausgabe 4/2020
Autor:
Dr. Björn Wieland Lisboa
Wichtige Hinweise

Redaktion

C. Andree, Düsseldorf

Zusammenfassung

Hintergrund

Aufgrund einer höheren Akzeptanz prophylaktischer Operationen bei Frauen mit genetischem Risiko für Brustkrebs kommt es zu einer Zunahme der sekundär und primär prophylaktischen Operationen.

Fragestellung

Es wird der Stellenwert der hautsparenden und der mamillenerhaltenden Mastektomie bei prophylaktischen Operationen dargestellt. Indikationen, Methode sowie Vor- und Nachteile der präpektoralen Implantatrekonstruktion werden aufgezeigt.

Material und Methoden

Es erfolgen Auswertung und Diskussion der Literatur sowie Darstellung des eigenen Vorgehens.

Ergebnisse

Die hautsparende Mastektomie und auch die mamillenerhaltende Mastektomie gelten trotz des Fehlens randomisierter Studien als onkologisch sicher und sind allgemein anerkannt. Aktuell ist ein deutlicher Trend zur präpektoralen Implantateinlage zu verzeichnen. Durch diese Technik können Animationen reduziert und möglicherweise auch die Kapselfibroserate gesenkt werden. In den publizierten Untersuchungen waren im Vergleich zur subpektoralen Implantateinlage keine vermehrten Komplikationen nachweisbar.

Schlussfolgerung

Die mamillenerhaltende Mastektomie darf heute als onkologisch sichere Methode gelten, die sowohl in der Brustkrebschirurgie als auch bei prophylaktischen Operationen ihren Stellenwert hat. Die präpektorale Implantatrekonstruktion ist ein sicheres, für die Patientinnen weniger belastendes Operationsverfahren, mit dem sich zudem eine natürlichere Brustform unter Vermeidung von Animationen erzielen lässt.

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