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01.12.2014 | CME Zertifizierte Fortbildung | Ausgabe 8/2014

Gefässchirurgie 8/2014

Nierentransplantation

Was sollte der Gefäßchirurg wissen?

Zeitschrift:
Gefässchirurgie > Ausgabe 8/2014
Autoren:
Dr. T. Wolff, P. Stierli, L. Gürke

Zusammenfassung

Die Nierentransplantation ist die am häufigsten durchgeführte Organtransplantation und führt zu exzellenten Langzeitresultaten mit einem Fünfjahrestransplantatüberleben von bis zu 80%. Bei normaler Anatomie ist der Eingriff technisch verhältnismäßig einfach. Beim Vorliegen von multiplen Nierenarterien oder verkalkten und zur Dissektion neigenden Beckenarterien kann aber die Anastomose der Transplantatarterie an die Beckenarterie eine chirurgische Herausforderung darstellen und die verschiedensten gefäßchirurgischen Rekonstruktionstechniken erfordern. In diesen Situationen ist gefäßchirurgische Erfahrung unerlässlich, oder es kann sogar empfehlenswert sein, einen Gefäßchirurgen zur Transplantation hinzuzuziehen. Umgekehrt bedeutet dies, dass Gefäßchirurgen, die an Zentren arbeiten, wo Nieren transplantiert werden, sich mit der Nierentransplantation gut auskennen sollten. Offene Eingriffe an der abdominalen Aorta bei nierentransplantierten Patienten sind dadurch kompliziert, dass während des Abklemmens der Aorta eine längere Minderdurchblutung der Transplantatniere auftritt. Erstaunlicherweise wird dies aber gut toleriert, sodass Protektionsmaßnahmen wie die Anlage eines temporären aortofemoralen Bypass eher nicht empfohlen werden. Die endovaskuläre Versorgung eines abdominalen Aortenaneurysmas beim nierentransplantierten Patienten scheint in den meisten Fällen bedenkenlos möglich.

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