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Die Chirurgie

Zytoreduktive Chirurgie und hypertherme intraperitoneale Chemoperfusion beim Ovarialkarzinom

Erschienen in:

Zusammenfassung

Das Erreichen der makroskopischen Tumorfreiheit im Rahmen der Primäroperation ist der wichtigste Prognosefaktor beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom. Dies geht mit einem medianen Überlebensvorteil von > 5 Jahren einher. Die systematische Lymphonodektomie (LNE) hat beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom mit unauffälligen Lymphknoten nach aktueller Datenlage keinen Einfluss auf das Gesamtüberleben und sollte daher ab dem Stadium IIB, bei in der Bildgebung und palpatorisch unauffälligen Lymphknoten, nicht mehr durchgeführt werden. Standard beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom ist die primäre zytoreduktive Operation. Eine neoadjuvante Therapie sollte aktuell nur durchgeführt werden, wenn eine primäre Tumorreduktion nicht möglich erscheint. Für den Einsatz der hyperthermen intraperitonealen Chemoperfusion (HIPEC) im Rahmen des primären Debulkings konnte bisher kein Überlebensvorteil nachgewiesen werden und deshalb wird HIPEC in diesem Setting nicht empfohlen.
Titel
Zytoreduktive Chirurgie und hypertherme intraperitoneale Chemoperfusion beim Ovarialkarzinom
Verfasst von
Prof. Dr. med. Barbara Schmalfeldt
Publikationsdatum
06.10.2022
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Chirurgie / Ausgabe 12/2022
Print ISSN: 2731-6971
Elektronische ISSN: 2731-698X
DOI
https://doi.org/10.1007/s00104-022-01728-2
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Bildnachweise
Teaserbild G-CSF mit neuer Struktur/© Apogepha, Glass vial, pipette and woman scientist in laboratory for medical study, research or experiment. /© HockleyMedia24/peopleimages.com / Adobe Stock (Symbolbild mit Fotomodellen), Erythrozyten und Leukozyten/© Apogepha