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23.11.2016 | Kasuistiken | Ausgabe 10/2017

Der Ophthalmologe 10/2017

Parainfektiöse Optikusneuritis mit makulärem Infiltrat bei Neisseria-meningitidis-B-Meningitis

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 10/2017
Autoren:
A. Chronopoulos, F. Hoogewoud, H. Steffen, G. Thumann

Zusammenfassung

Ziel

Wir berichten über eine junge immunkompetente Patientin mit einer parainfektiösen Neuritis nervi optici mit makulärem Infiltrat im Rahmen einer Neisseria-meningitidis-B-Meningitis.

Methode

Kasuistik.

Ergebnisse

Eine 22-jährige Patientin wurde notfallmäßig bei hochgradigem Verdacht auf eine Meningitis zur intensivmedizinischen Therapie aufgenommen. Klinische und serologische Parameter deuteten auf eine bakterielle Genese der Meningitis hin. Mittels Liquoranalyse gelang der Nachweis von Neisseria meningitidis Typ B. Unter unverzüglicher intravenöser Antibiose kam es zur subjektiven und objektiven Befundbesserung. Einen Tag vor Entlassung beklagte die Patientin jedoch einen plötzlichen linksseitigen, schmerzhaften Visusverlust mit ausgeprägter Photophobie. Ophthalmoskopisch zeigten sich eine ausgeprägte ziliare Injektion mit leichter Uveitis anterior sowie eine Papillenschwellung mit Makulainfiltration und diffusen petechienartigen retinalen Blutungen. Nach Ausschluss einer Virusproliferation im Liquor erfolgte eine systemische Steroidtherapie unter Fortführung der antimikrobiellen Therapie; lokal wurde das Auge mit Steroiden und Mydriatika behandelt. Darunter kam es zur Abheilung der okulären Entzündung mit partieller Visuserholung.

Fazit

Der schmerzhafte Visusverlust bei dieser Patientin ist am ehesten auf eine parainfektiöse Neuritis nervi optici mit makulärem Infiltrat bei Neisseria-meningitidis-B-Meningitis zurückzuführen, ein ungewöhnlicher Verlauf. Trotz der Seltenheit des Krankheitsbildes sollte man bei entsprechender Symptomatik an die Komplikation einer parainfektiösen Entzündung des Sehnervs denken und entsprechende Schritte einleiten.

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