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04.07.2016 | Prostatakarzinom | Originalien | Ausgabe 2/2017

Der Urologe 2/2017

Fokale Dosiseskalation in der Therapie des Prostatakarzinoms

Langzeitergebnisse der HDR-Brachytherapie

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 2/2017
Autoren:
Dr. J. Cordes, J. Broschk, M. Sommerauer, D. Jocham, A. S. Merseburger, C. Melchert, G. Kovács

Zusammenfassung

Hintergrund

Es werden die Sicherheit und die Effektivität der intensitätsmodulierten HDR-Brachytherapie (IMBT) mit einer deutlichen fokalen Dosiseskalation in der Therapie des Prostatakarzinoms prospektiv untersucht.

Material und Methode

Zwei unterschiedliche Patientengruppen wurden behandelt. Einmal die Primärtherapiegruppe (n = 139) und die Rezidivtherapiegruppe (n = 11). Folgende Parameter wurden ausgewertet: Datum der Erstdiagnose, Gleason-Score, initialer PSA-Wert, PSA-Nadir, Prostatavolumen im transrektalen Ultraschall in ml, Prostatastanzbiopsie, Datum der Brachytherapie, antihormonelle Therapie, Chemotherapie, Uroflow-Untersuchung und Restharnbestimmung prä- und postoperativ, Anzahl der Nadeln im jeweiligen Prostatalappen, Auswertung der Nachsorgedaten.

Ergebnisse

In unserer Studie zeigt sich in der Primärgruppe ein PSA-Wert zum Nachsorgezeitpunkt im Bereich von 0–4 ng/ml bei 87,6 % sowie in der Rezidivgruppe bei 81,8 %. 55,8 % in der Primärtherapiegruppe erreichten einen PSA-Nadir <0,1 ng/ml, 37,2 % lagen <1 ng/ml, 5,8 % lagen <5 ng/ml und 1,2 % (1 Patient) hatte einen Nadir >5 ng/ml. In der Rezidivgruppe hatten 100 % einen PSA-Nadir <0,1 ng/dl. Bei den Nebenwirkungen zeigen sich in der Primärgruppe 50 Patienten (35,9 %) mit einer Grad-1-Toxizität, 17 Patienten (12,2 %) mit einer Grad-2-Toxizität. Bei einem Patient ergab sich eine Grad-3-Toxizität. Bei einem Patienten kam es zu einer Sigmaperforation, die eine Anus-praeter-(AP-)Anlage erforderte. Hierbei handelt es sich um Grad-4-Toxizität im Bereich des Rektums. In der Rezidivgruppe zeigten sich 3 Patienten (27,27 %) mit einer Grad-1-Toxizität, 3 Patienten (27,27 %) mit einer Grad-2-Toxizität, sowie 1 Patient mit einer Grad-3-Toxizität. Bei den schwersten Nebenwirkungen in dieser Gruppe handelt es sich um eine operationspflichtige Darmfistel (Grad 4).

Schlussfolgerung

Die Einführung der Modifikationen in der bekannten „Kieler-Methode“ haben sich bewährt. Die fokale Dosiseskalation mittels HDR-Brachytherapie erwies sich als erfolgreiche Therapie im Sinne des Therapieerfolgs und auch der Nebenwirkungen.

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Zusatzmaterial
Textdokument 1: Fragebogen zur Brachytherapie
120_2016_164_MOESM1_ESM.pdf
Literatur
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