Kongenitale Pseudarthrose der Tibia
Ein seltenes, oft unterschätztes Krankheitsbild
- 16.08.2021
- Pseudarthrosen
- CME
- Verfasst von
- Sebastian Lippross
- Konstantinos Tsaknakis
- Heiko M. Lorenz
- Prof. Dr. med. Anna K. Hell
- Erschienen in
- Die Unfallchirurgie | Ausgabe 9/2021
Zusammenfassung
Die kongenitale Pseudarthrose der Tibia (CPT) ist eine seltene Erkrankung, die Unfallchirurgen und Orthopäden seit langer Zeit herausfordert. Klinisch imponieren eine meist zunehmende Antekurvations- und Varusfehlstellung der Tibia im Säuglings- und im Kleinkindalter. Oft ist die CPT mit einer Neurofibromatose oder fibrösen Dysplasie vergesellschaftet. Eine Diskontunität der Tibia und/oder Fibula kann bei Unkenntnis des Krankheitsbildes als einfache Fraktur fehlgedeutet werden. Histopathologische Untersuchungen lassen vermuten, dass eine pathologische Veränderung des Periosts im Bereich der Pseudarthrose, das Hamartom, im Wesentlichen für dieses Krankheitsbild verantwortlich zu sein scheint. Somit muss zur Heilung der CPT auch eine Resektion des Hamartoms erfolgen. Multimodale Therapieansätze mit Vereinigung medikamentöser und operativer Ansätze wie z. B. die X‑Union-Technik von Paley scheinen im Verlauf eine günstigere Prognose aufzuzeigen.
- Titel
-
Kongenitale Pseudarthrose der Tibia
Ein seltenes, oft unterschätztes Krankheitsbild - Verfasst von
-
Sebastian Lippross
Konstantinos Tsaknakis
Heiko M. Lorenz
Prof. Dr. med. Anna K. Hell
- Publikationsdatum
- 16.08.2021
- Verlag
- Springer Medizin
- Schlagwörter
-
Pseudarthrosen
Refraktur
Hamartome
Neurofibromatose
Neurofibromatose
Tibiafrakturen
Orthopädie und Unfallchirurgie - Erschienen in
-
Die Unfallchirurgie / Ausgabe 9/2021
Print ISSN: 2731-7021
Elektronische ISSN: 2731-703X - DOI
- https://doi.org/10.1007/s00113-021-01061-z
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.