Skip to main content

13.01.2023 | Respiratory-Syncytial-Virus | Podcast | Nachrichten

Der Springer Medizin Podcast

RSV: Neue Hoffnungen in der Prävention

mit Prof. Dr. med. Johannes G. Liese

verfasst von: Claudia Baier

print
DRUCKEN
insite
SUCHEN

Was unterscheidet eine RSV-Infektion von anderen Infekten? Und wie vielversprechend sind neue Ansätze der aktiven und passiven Immunisierung? Im Interview erklärt Prof. Dr. Johannes G. Liese, Experte für pädiatrische Infektiologie und Leitlinienkoordinator, mit welchen Entwicklungen in der Prophylaxe zu rechnen ist und was jetzt schon getan werden kann.

(Dauer: 26:40 Minuten)

Das respiratorische Synzytial-Virus (RSV) betrifft vor allem Kleinkinder. In den meisten Fällen verläuft eine Infektion unproblematisch, bei Kindern mit bestimmten Risiko-Konstellationen können schwere Komplikationen auftreten. Besonders gefährdet sind zum Beispiel sehr kleine Frühgeborene, Kinder mit chronischen Lungenerkrankungen oder angeborenen Herzfehlern.

Die Prävention ist im Moment das A und O, weil zugelassene antivirale Therapien fehlen. Für Kinder mit besonderem Risiko steht eine passive Immunisierung mithilfe monoklonaler Antikörper zur Verfügung. Die Wirksamkeit ist aber nicht sehr hoch, zudem muss der Antikörper fünfmal innerhalb einer RSV-Saison verabreicht werden. Neue, bessere Präparate sind bereits zugelassen, aber derzeit nicht verfügbar. 

Vergangene Versuche, einen aktiven Impfstoff gegen RSV zu entwickeln, sind gescheitert. Die Hoffnung liegt jetzt auf zwei neuentwickelten Präparaten, deren Zulassung im kommenden Jahr erwartet wird. Hier wird nicht das Kind selbst, sondern die schwangere Mutter vor der Geburt immunisiert. So soll ein Nestschutz für die ersten Lebenswochen und -monate erzeugt werden. 

Wie vielversprechend sind diese neuen Ansätze? Wir sprechen in dieser Folge mit Prof. Dr. med. Johannes G. Liese. Er leitet die pädiatrische Infektiologie und Immunologie am Universitätsklinikum Würzburg und ist außerdem Koordinator der aktuellen S2k-Leitlinie zur RSV-Prophylaxe.

Die aktuelle S2k-Leitlinie "Prophylaxe von schweren Erkrankungen durch Respiratory Syncytial Virus (RSV) bei Risikokindern" finden Sie hier.

Weitere Literatur-Hinweise

» Zur Übersichtsseite mit allen Episoden des Springer Medizin Podcasts

print
DRUCKEN

Weiterführende Themen

Passend zum Thema

ANZEIGE

COPD und nicht-invasive Behandlungsmethoden

Nicht-medikamentöse Behandlungsmethoden wie die nicht-invasive Beatmung (NIV) können die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität von COPD-Patienten erheblich verbessern und das Sterberisiko senken. Die NIV-Therapie zur Behandlung von fortgeschrittener COPD hat Eingang in die neuen S2k-Leitlinien zur COPD-Therapie gefunden.

ANZEIGE

Neue Technologien bei außerklinischer NIV von COPD-Patienten

Einer aktuellen Studie von McDowell et. al.[1] zufolge kann im Gegensatz zur klinischen nicht-invasiven Beatmung (NIV) die außerklinische NIV in Ergänzung mit Telemonitoring und einem Hybridmodus den Zeitraum bis zur Rehospitalisierung oder zum Tod von hyperkapnischen COPD-Patienten verlängern.

ANZEIGE

Auch für ältere Patienten empfiehlt sich nicht-invasive Langzeitbeatmung

Nicht-invasive Beatmung ist für Menschen mit chronisch hyperkapnisch respiratorischer Insuffizienz eine bewährte Therapie. Eine Schweizer Studie untersuchte die Auswirkungen der Beatmung auf über 75-Jährige und belegt nun deren Wirksamkeit.

Passend zum Thema

ANZEIGE

Diagnostik des chronischen Hustens

Die Hustendauer und deren Schweregrad lassen zumeist keine Rückschlüsse auf die zugrundliegende Ursache oder Erkrankung zu [1]. Bei Patienten mit chronischem Husten (> 8 Wochen) sollte eine diagnostische Abklärung erfolgen.

ANZEIGE

Zusammenfassung: S2k-Leitlinie mit Fokus chronischer Husten

In 2019 ist die S2k-Leitlinie der DGP zur Diagnostik und Therapie von erwachsenen Patienten mit Husten publiziert worden. Sie suchen einen kompakten Überblick? Dann finden Sie hier die Kernpunkte mit Fokus auf den chronischen Husten kurz zusammengefasst.

ANZEIGE

Chronischer Husten

Seit etwa 3 Jahren hat Katrin Asthma. Zusätzlich leidet sie seit mehreren Monaten unter einem dauerhaften trockenen Husten. Sie vermuten einen chronischen Husten und empfehlen ihr eine diagnostische pneumologische Abklärung.

Passend zum Thema

ANZEIGE

Bronchicum®: Starkes Extrakt-Doppel aus Thymian und Primel

Akute Bronchitis, meist mit Hustenattacken und schlecht abhustbarem Sekret, macht Kindern besonders zu schaffen. Mit den Fixkombinationen aus Thymiankraut und Primelwurzel von Bronchicum® gehen Hustenattacken nachweislich [1,2] spürbar rasch zurück.

ANZEIGE

Kindgerecht konzipiert – Behandlung bei Kinderhalsschmerzen

Halsschmerzen zählen zu den typischen Anfangssymptomen grippaler Infekte, von denen gerade Kinder häufig betroffen sind. Die besondere Herausforderung in der Behandlung von Kinderhalsschmerz ist die Wahl einer geeigneten Darreichungsform.

ANZEIGE

Linderung von Erkältungssymptomen bei Ihren kleinen Patienten

Seit vielen Jahren umfasst das Klosterfrau Portfolio eine Vielzahl von starken Erkältungsmarken. Mit bewährten Wirkstoffen und gut verträglichen Rezepturen lindern diese Arzneimittel Beschwerden, wie Fieber, Schnupfen, Halsschmerzen, verschleimte Atemwege und Husten– auch bei kleinen Patienten.