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01.03.2012 | Leitthema | Ausgabe 3/2012

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 3/2012

Aktuelle Aspekte zur Risikobewertung von Allergenspuren in Lebensmitteln

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 3/2012
Autoren:
K. Richter, D. Rubin, Prof. Dr. Dr. A. Lampen

Zusammenfassung

Anders als für reguläre Zutaten von fertigen Lebensmitteln, fehlen bisher für unbeabsichtigte Einträge von Allergenspuren geeignete und verbindliche Regularien für die Lebensmittelkennzeichnung. Diese Situation ist angesichts der Tatsache unbefriedigend, dass für Personen mit bestehender Nahrungsmittelallergie nicht deklarierte „versteckte“ Allergene bereits in Spuren ein bedeutsames Risiko für die Gesundheit darstellen können. Zudem sind unbeabsichtigte Allergeneinträge auch im Zusammenhang mit rechtlichen Aspekten im Rahmen der Produkthaftung und Sorgfaltspflicht des Lebensmittelherstellers zu sehen. Daher wird von betroffenen Kreisen Handlungsbedarf dahingehend gesehen, wissenschaftlich fundierte, maximal tolerierbare Höchstmengen für Allergenspuren in Lebensmitteln abzuleiten und darauf aufbauend, Schwellenwerte für eine verbindliche Lebensmittelkennzeichnung festzulegen. Zur hier erforderlichen Risikobewertung von Allergenspuren werden neben klassischen toxikologischen Risikoabschätzungen inzwischen auch modernere Konzepte wie das Benchmark-Verfahren und probabilistische Methoden eingesetzt. Die wissenschaftliche Diskussion um die Festlegung von Schwellenwerten dauert an, und eine Konsensbildung ist noch nicht abgeschlossen.

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