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Therapie von Thymomen und Thymuskarzinomen

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Zusammenfassung

Hintergrund

Thymome und Thymuskarzinome (TK) zählen zu den häufigsten primären malignen Raumforderungen im vorderen Mediastinum.

Ziel der Arbeit

In diesem Übersichtsartikel sollen insbesondere diagnostische Verfahren und multimodale Therapiekonzepte dargestellt werden.

Material und Methode

Selektive Literaturrecherche über Medline (Schlüsselwörter: thymoma, thymic carcinoma, advanced thymoma) und interdisziplinäre, klinische Erfahrungen.

Ergebnisse

Die therapeutisch und prognostisch relevante Beschreibung der Ausbreitung (Staging) von Thymomen und TK erfolgt aktuell zweigleisig nach der Masaoka-Koga- und der neuen TNM-Klassifikation, die histologische Einteilung nach der WHO-Klassifikation. Die komplette chirurgische Tumorresektion (R0) inklusive Thymus (Thymom‑/Thymektomie) ist die Standardtherapie bei primär resektablen Tumoren und der entscheidende prognostische Faktor. Bei fortgeschrittenen bzw. primär nichtresektablen Tumoren wird ein multimodales Therapiekonzept bestehend aus Chemotherapie, Operation und Strahlentherapie empfohlen. Bei Patienten mit refraktären Thymomen und TK werden Immun-Checkpoint-Inhibitoren aktuell klinisch getestet.

Diskussion

Die präoperative Diagnostik bei Mediastinaltumoren umfasst die Computer- und Magnetresonanztomographie sowie die histologische Untersuchung von Stanzbiopsien, falls insbesondere Lymphome differenzialdiagnostisch in Betracht kommen. Die komplette Tumorresektion bildet bei Thymomen und TK weiterhin die Therapie der ersten Wahl. Eine interdisziplinäre Indikationsstellung und eine multimodale Behandlung in einem erfahrenen Zentrum können sowohl bei Patienten mit lokal oder pleural fortgeschrittenen Thymomen bzw. TK als auch bei Patienten mit Tumorrezidiven die Prognose verbessern.
Titel
Therapie von Thymomen und Thymuskarzinomen
Verfasst von
PD Dr. med. Michael Ried
Michael Rechenmacher
Barbara Dietl
Alexander Marx
Okka W. Hamer
Berthold Schalke
Lukas Kirzinger
Hans-Stefan Hofmann
Publikationsdatum
01.09.2017
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
best practice onkologie / Ausgabe 5/2017
Print ISSN: 0946-4565
Elektronische ISSN: 1862-8559
DOI
https://doi.org/10.1007/s11654-017-0037-7
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