Zum Inhalt

Hypofraktionierte Bestrahlung des Mammakarzinoms

Erschienen in:

Zusammenfassung

Brustkrebs ist, mit einer Inzidenz von 70.000 neuen Fällen pro Jahr in Deutschland, der häufigste Krebs bei Frauen. Die Strahlentherapie ist sowohl bei der brusterhaltenden Therapie als auch in besonderen Fällen nach Mastektomie fester Bestandteil der Behandlung in der interdisziplinären Therapie des Mammakarzinoms. Über die Jahre haben sich verschiedene Strahlentherapiekonzepte etabliert, die alle ihren Stellenwert abhängig von einer Vielzahl von vor allem klinischen Faktoren haben. Grundsätzlich kann die Strahlentherapie normofraktioniert oder hypofraktioniert appliziert werden. Bisher wurden vier randomisierte Studien zur Effektivität der Hypofraktionierung durchgeführt: die Royal Marsden Hospital/Gloucestershire Oncology Center (RMH/GOC)-Studie; die britischen „UK Standardisation of Breast Radiotherapy (START)“-Studien START A und START B und eine kanadische Studie. Zusammenfassend wurden 7095 Patientinnen innerhalb dieser Studien behandelt, 89,8 % mit Tumoren unter 3 cm, 79 % mit negativen Lymphkonten. Nur eine Minderheit wurde mit Chemotherapie behandelt, deshalb gibt es praktisch keine Erfahrung zu der Verwendung von Taxanen in Kombination mit der Hypofraktionierung. Alle Studien haben sowohl in der lokalen Tumorkontrolle als auch in den Spätfolgen keine Unterschiede zwischen der Normofraktionierung und der Hypofraktionierung gesehen. Die hypofraktionierte Ganzbruststrahlentherapie scheint in der lokalen Kontrolle und Nebenwirkungsrate der Normofraktionierung nicht unterlegen zu sein und wird heutzutage von den deutschen Leitlinien empfohlen. Jedoch sind die oben genannten Punkte noch nicht komplett beantwortet und sollten individuell mit jeder Patientin besprochen werden, da es sich bei der Strahlentherapie um eine individualisierte Behandlung handelt.
Titel
Hypofraktionierte Bestrahlung des Mammakarzinoms
Verfasst von
Stephanie E. Combs
Publikationsdatum
01.09.2017
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
best practice onkologie / Ausgabe 5/2017
Print ISSN: 0946-4565
Elektronische ISSN: 1862-8559
DOI
https://doi.org/10.1007/s11654-017-0036-8
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Passend zum Thema

ANZEIGE

Nieren am Limit – Thrombose-Management bei eingeschränkter Nierenfunktion

Keine Theorie, sondern handfeste Antworten auf Ihre klinischen Fragen! Prof. Dr. Renders, TU München, erklärt praxisnah: Welche Antikoagulanzien bei welcher GFR? Was tun bei akutem Nierenversagen mit schwankenden Werten? Wie die Therapie steuern, wenn klassisches Monitoring versagt? Welche neuen Daten gibt es zu DOAKs und NMH? Nierenwerte anzuschauen ist nicht nur Sache der Nephrologen – es ist ein essentieller Teil des Antikoagulationsmanagements. Dieser Vortrag gibt Ihnen das Rüstzeug, um im klinischen Alltag die richtigen Entscheidungen zu treffen.

ANZEIGE

Antikoagulation bei hohem Blutungsrisiko – krebsassoziierte Thrombosen (CAT) richtig managen

Thrombosen verhindern und Blutungen vermeiden – eine patientengerechte Behandlung krebsassoziierter Thrombosen (CAT) erfordert beides. Doch was gibt es bei der individuellen Abwägung zwischen VTE- und Blutungsrisiko zu beachten?  Erfahren Sie im Video, welche klinischen Faktoren das Blutungsrisiko bestimmen, wie diese die Wahl der Antikoagulation beeinflussen und warum aktuelle Leitlinien für viele CAT-Patientenprofile niedermolekulare Heparine als Behandlungsoption empfehlen.

ANZEIGE

Frühstückssymposium: Wenn Antikoagulation auf den Magen schlägt

Antikoagulation und gastrointestinale Blutungen – zwei Seiten einer Medaille und Schwerpunkt des Frankfurter Gerinnungssymposiums. Sehen Sie, wie Prof. Dr. med. Martin Raithel und Prof. Dr. med. Sebastian Krug anhand anschaulicher Fallbeispiele und aktueller Leitlinien die Grenzen der oralen Antikoagulation, insbesondere im Kontext gastrointestinaler Tumorerkrankungen, beleuchten. 

ANZEIGE

Management von Thromboembolien bei Krebspatienten

Die Thromboembolie ist neben Infektionen die zweithäufigste Todesursache bei Krebspatienten. Die Behandlung der CAT (cancer associated thrombosis) ist komplex und orientiert sich am individuellen Patienten. Angesichts einer Vielzahl zur Verfügung stehender medikamentöser Behandlungsoptionen finden Sie hier viele Informationen zur Therapieentscheidung auf Basis von Expertenempfehlungen.

LEO Pharma GmbH

Passend zum Thema

ANZEIGE

Windeldermatitis: Evidenz für Wund- und Heilsalbe mit Dexpanthenol

Eine Dexpanthenol-haltige Wund- und Heilsalbe reduziert das Auftreten von Windeldermatitis bei Früh- und Neugeborenen. Darüber hinaus hat die Salbe bei einer manifesten Windeldermatitis eine heilende Wirkung – dies zeigen klinische Studien – Erfahren Sie mehr!

ANZEIGE

Studie zur Patient Journey deckt Verbesserungspotenzial auf

Um die Behandlungsergebnisse bei Menschen mit einer atopischen Dermatitis (AD) zu steigern, gilt es, das Potenzial eines verbesserten umfassenden Krankheits- managements zu nutzen. Weitere Informationen zu den Studienergebnissen finden Sie hier!

ANZEIGE

Dermatologie zwischen Klimawandel und technologischer Innovation: Nachhaltigkeit, Hautschutz und KI im klinischen Alltag

Der Vortrag von PD Dr. Sandra Schuh auf dem letzten Spektrum Hautgesundheit Kongress „Haut am Limit“ spannt einen Bogen zwischen Klimawandel, alltäglichem Klinikbetrieb und modernster Diagnostik. Sie zeigte, wie diese Entwicklungen zusammenspielen – und wie dermatologische Versorgung ressourcenschonend gestaltet werden kann. Erfahren Sie mehr! 

ANZEIGE

Bepanthen® unterstützt bei vielen Indikationen die Regeneration der Haut

  • Content Hub

Bepanthen® Wund- und Heilsalbe wird nach wie vor erfolgreich bei kleinen Alltagsverletzungen eingesetzt. Moderne Forschung schafft darüber hinaus Evidenz für neue Anwendungsgebiete wie z.B. für die Nachbehandlung einer Lasertherapie bei aktinischer Keratose oder einer Tattoo-Entfernung. Aktuelle Studienergebnisse oder Neuigkeiten aus der Dermatologie erfahren Sie hier.

Bayer Vital GmbH
Bildnachweise
Vortrag Renders/© Leo Pharma GmbH, Teaserbild Blutungsrisko managen bei Antikoagulation - Waage/© Leo Pharma GmbH, Vortrag Frankfurter Gerinnungssymposium/© LEO Pharma GmbH (Screenshot aus Vortrag), Thrombus und Patientin im Gespräch/© crevis / adobe.stock.com (Symbolbild mit Fotomodell), Mutter cremt Hautausschlag am Babybein neben der Windel ein/© FotoDuets | iStock, Visualskala Zufriedenheit mit Smilys/© masterSergeant | iStock, Sandra Schuh/© Bayer Vital GmbH, Titelbild CH Bepanthen