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01.09.2009 | Leitthema | Ausgabe 9/2009

Der Orthopäde 9/2009

Diagnostik und Therapie implantatassoziierter Infekte

Zeitschrift:
Der Orthopäde > Ausgabe 9/2009
Autor:
Dr. L. Frommelt

Zusammenfassung

Die periprothetische Infektion ist eine fremdkörperassoziierte Infektion, die sich im umgebenden Knochengewebe manifestiert und in den meisten Fällen aus intraoperativen bakteriellen Kontaminationen resultiert. Diese Infektion manifestiert sich nach Monaten bis Jahren und wird deswegen häufig nicht mit der zugrunde liegenden Operation in Verbindung gebracht. Dazu kommt, dass diese Infektionen häufig sehr symptomarm sind und leicht mit einer aseptischen Lockerung verwechselt werden können. Die Anzahl der Erreger ist in diesen Fällen meist gering, was bei der Diagnostik berücksichtig werden muss.
Die Kenntnis der Pathogenese gestattet es dem Operateur, das diagnostische Vorgehen und die Therapie zu planen. In diesem Zusammenhang ist die Fähigkeit der Erreger, Biofilm zu bilden, von grundlegender Bedeutung und erklärt, warum die Entfernung des implantierten Fremdmaterials (Kunstgelenke genauso wie Osteosynthesematerial oder vertebrale Stabilisierungen) notwendig ist, um diese Infektion zu beherrschen.
Diese Arbeit ist darauf ausgerichtet, grundlegende Informationen zum Verständnis von fremdkörperassoziierten Infektionen zu vermitteln um die Diagnostik und die Therapie im klinischen Alltag zu verbessern.

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