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10.07.2018 | In vitro Fertilisation | Leitthema | Ausgabe 8/2018

Der Gynäkologe 8/2018

Leihmutterschaft und Eizellspende

Schwierige Abwägung zwischen Fortpflanzungsfreiheit und Ausbeutungsgefahr

Zeitschrift:
Der Gynäkologe > Ausgabe 8/2018
Autoren:
Dr. Martin Bujard, Dr. Petra Thorn
Wichtige Hinweise

Redaktion

K. Diedrich, Hamburg
H. Kentenich, Berlin

Zusammenfassung

Hintergrund

Deutschland hat kein Fortpflanzungsmedizingesetz, ein solches wird jedoch zunehmend gefordert. Es soll auch Regelungen zu Leihmutterschaft und Eizellspende umfassen.

Fragestellung

Wie fällt die Abwägung zwischen Fortpflanzungsfreiheit, medizinischen Möglichkeiten und Ausbeutungsgefahr aus? Wie unterscheidet sich dabei die Leihmutterschaft von der Eizellspende?

Methoden

Übersicht medizinischer, rechtlicher, sozialwissenschaftlicher und ethischer Literatur.

Ergebnisse

Leihmutterschaft und Eizellspende eröffnen für viele Paare die einzige Chance, ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Systematische Gefährdungen des Kindeswohls sind nicht belegt. Bei Leihmutterschaft ist die Trennung von altruistischen und kommerziellen Motiven schwierig, die Gefahr der Ausbeutung sozialer Ungleichheiten ist erheblich. Leihmutterschaft ist weitaus invasiver als Eizellspende.

Schlussfolgerungen

Es gibt gewichtige Gründe, Leihmutterschaft weiterhin gesetzlich zu verbieten. Die Eizellspende dagegen sollte erlaubt und praxisgerecht geregelt werden.

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