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18.08.2017 | Übersicht | Ausgabe 4/2017

Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie 4/2017

Junge Mehrfach- und Intensivtäter, persistierende Delinquenz und „callous-unemotional traits“

Zeitschrift:
Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie > Ausgabe 4/2017
Autoren:
Dipl.-Psych. Christoffer Glaubitz, Prof. Dr. Thomas Bliesener, Dipl.-Psych., M.Sc. Thimna Klatt

Zusammenfassung

Junge Mehrfach- und Intensivtäter (jMIT) verursachen durch gehäufte Straftatenbegehung nicht nur erhebliches Opferleid, sondern auch hohe gesellschaftliche Kosten. Eine kriminalpräventive Ressourcenbündelung auf diese Tätergruppe kann in Anbetracht des hohen Anteils an der Gesamtheit der Taten ein probates Mittel sein, die allgemeine Kriminalitätsbelastung zu senken. Den klassischen jMIT scheint es jedoch nicht zu geben: Die Entwicklungsverläufe sind äußerst heterogen und der Abbruch der kriminellen Karriere eher Regel als Ausnahme. Da bei der Prävention von über den Lebenslauf persistierender Delinquenz („life-course-persistent“) die Devise „je früher, desto besser“ zu gelten scheint, ergeben sich besondere Herausforderungen für die Prognose verschiedener Entwicklungsverläufe. Vor allem „callous-unemotional traits“ scheinen bei der Entwicklung und für die Vorhersage persistierender Delinquenz eine besondere Rolle zu spielen. Die daraus resultierenden Implikationen für Prognose sowie Prä- und Interventionsmaßnahmen werden diskutiert.

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