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01.05.2008 | Trends und Medizinökonomie | Ausgabe 5/2008

Der Anaesthesist 5/2008

Kosten der intensivmedizinischen Versorgung in einem deutschen Krankenhaus

Kostenträgerstückrechnung basierend auf der InEK-Matrix

Zeitschrift:
Der Anaesthesist > Ausgabe 5/2008
Autoren:
PD Dr. J. Martin, C. Neurohr, M. Bauer, M. Weiß, A. Schleppers

Zusammenfassung

Ziel

Ziele dieser Studie waren die Bestimmung der tatsächlichen Kosten pro Intensivbehandlungstag in Deutschland auf der Basis von Routinedaten eines computergestützten Patienten-Daten-Management-Systems sowie die Analyse der hauptsächlichen Kostenverursacher. Dabei sollte zwischen Tagen mit und ohne maschineller Beatmung differenziert werden.

Methodik

In einem Krankenhaus der Zentralversorgungsstufe (896 Betten, davon 12 anästhesiologische Intensivbetten) wurden die Kosten pro Behandlungstag mit und ohne maschinelle Beatmung auf der Erwachsenenintensivstation aus der Krankenhausperspektive berechnet. Diese wurden mit einer Kostenträgerrechnung anhand von detaillierten Routinedaten der intensivmedizinisch behandelten Patienten im Zeitraum Januar bis Oktober 2006 retrospektiv bestimmt. In die Analyse wurden Patienten mit einer Liegedauer von mindestens 2 Tagen auf der Intensivstation einbezogen. Zur Charakterisierung der Patienten wurden demographische, klinische und ökonomische Parameter analysiert.

Ergebnisse

Die Daten von 407 Patienten (217 männlich und 190 weiblich) wurden in die Analyse einbezogen. Von den Untersuchten wurden 159 Patienten (100 männlich, 59 weiblich) zeitweise oder durchgehend beatmet. Der Simplified-Acute-Physiology-Score- (SAPS-)II-Wert zu Beginn des Aufenthalts auf der Intensivstation (ITS) betrug im Mittel 28,2. Die durchschnittlichen Kosten/ITS-Tag betrugen 1265 EUR, für ITS-Tage ohne maschinelle Beatmung 1145 EUR und 1426 EUR für ITS-Tage mit maschineller Beatmung. Personalkosten (50%) stellen vor medizinischen Sachkosten (18%) und Infrastrukturkosten (16%) die größten Kostenfaktoren dar.

Schlussfolgerungen

Erstmals wird eine Analyse der Kosten der intensivmedizinischen Behandlung in Deutschland mit Routinedaten auf Basis der Matrix des Instituts für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) durchgeführt. Die Ergebnisse deuten auf einen höheren Ressourcenverbrauch auf der ITS hin, als bisher angenommen. Der relative Anteil von Personalkosten an den Gesamtkosten einer ITS ist zwar hoch, liegt aber auch im Vergleich zu anderen medizinischen Abteilungen nicht über dem Durchschnitt. Die vorgelegten Daten zeigen darüber hinaus einen um fast 25% erhöhten Ressourcenverbrauch im Fall von erforderlicher maschineller Beatmung.

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