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22.09.2017 | Originalien | Ausgabe 6/2017

Rechtsmedizin 6/2017

Laborwerte bei Alkoholabstinenz und sozialen Alkoholtrinkgewohnheiten

Schwankungen einschlägiger Parameter innerhalb der Normgrenzen

Zeitschrift:
Rechtsmedizin > Ausgabe 6/2017
Autoren:
PD Dr. A. Dettling, M. Zorn, H.-T. Haffner

Zusammenfassung

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob aus der Änderung der Laborparameter innerhalb der Normwertgrenzen Rückschlüsse auf eine Reduktion des Alkoholkonsums, eine vorliegende Abstinenz oder einen Rückfall gezogen werden konnten. Es wurden 23 Probanden in die Studie eingeschlossen (12 Frauen, 11 Männer). Die Studie war in 4 Phasen unterteilt. In der ersten Phase konnten die Probanden Alkohol wie gewöhnlich trinken und dokumentierten dies in einem Trinkprotokoll. In der Phase 2 mussten sie Abstinenz halten. In der Phase 3 sollten sie ein Glas Wein oder die entsprechende Menge Bier an 3 Tagen der Woche trinken. In Phase 4 sollten sie an jedem Tag ein Glas Wein oder die entsprechende Menge Bier trinken. Blutproben für die Bestimmung von Glutamat-Oxalacetat-Transaminase, Glutamat-Pyruvat-Transaminase, γ‑Glutamyltransferase, „carbohydrate deficient transferrin“ und mittlerem Erythrozyteneinzelvolumen wurden entnommen. Bei beiden Geschlechtern fand sich keine signifikante Korrelation zwischen der Trinkmenge und der Höhe der Laborparameter. Die Höhen der Laborparameter am Ende von Phase 1 zeigten keine Korrelation zu der Menge des zuvor konsumierten Alkohols. Ebenso konnten weder ein Abfall der Laborparameterkonzentrationen während der 4‑wöchigen Abstinenzphase noch ein Anstieg während der Phase mit niedrigen und moderatem Alkoholkonsum festgestellt werden.

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