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Gefässchirurgie

Die Carnochan’sche Operation zur Behandlung der Elephantiasis im 19. Jahrhundert

  • 10.03.2020
  • Lymphödem
  • Geschichte der Gefäßchirurgie
Erschienen in:

Zusammenfassung

Die Elephantiasis, das schwere Lymphödem, kam im 19. Jahrhundert sowohl endemisch in den warmen arabischen Ländern als auch sporadisch in den nördlichen Regionen der Erde vor. Es führte zur Immobilisation des Patienten, was damals mit Arbeitsunfähigkeit, sozialer Isolation, bitterer Armut und verkürzter Lebenserwartung gleichbedeutend war. Die Ärzte und Wundärzte konnten kaum etwas dagegen ausrichten. Der amerikanische Chirurg Dr. Carnochan führte 1851 die Ligatur der A. femoralis zur Behandlung durch. In seinem Falle, dem eines 27-jährigen Einwanderers aus Aachen, verlief der Eingriff – nach schweren Komplikationen – erfolgreich; zufällig lag auch eine vaskuläre Dysplasie vor.
Die Methode fand in ganz Europa weite Verbreitung. Insgesamt wurden 43 Kasuistiken dokumentiert. Aber die Erfolgsquote blieb enttäuschend. Neben dem Carnochan’schen Fall werden zwei weitere Krankheitsverläufe aus dieser Zeit beschrieben.
Titel
Die Carnochan’sche Operation zur Behandlung der Elephantiasis im 19. Jahrhundert
Verfasst von
Prof. Dr. W. Hach
Publikationsdatum
10.03.2020
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Gefässchirurgie / Ausgabe 4/2020
Print ISSN: 0948-7034
Elektronische ISSN: 1434-3932
DOI
https://doi.org/10.1007/s00772-020-00628-1
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