Neuro-Enhancement aus suchtmedizinischer Sicht
- 01.07.2009
- Aktuelles
- Verfasst von
- Prof. Dr. M. Soyka
- Erschienen in
- Der Nervenarzt | Ausgabe 7/2009
Zusammenfassung
Zunehmend wird der Einsatz von Pharmaka zur Leistungssteigerung bei Gesunden unter solch schillernden Begriffen wie „Neuro-Enhancement“ auch von Neurowissenschaftlern propagiert. Eine ganze Reihe von Substanzen, einschließlich Psychostimulanzien, wird diesbezüglich vorgeschlagen. Aktuelle Daten einer Erhebung der Deutschen Angestelltenkrankenkasse zeigen dabei, dass ohnehin schon viele gesunde Arbeitnehmer Medikamente einnehmen, um im Beruf leistungsfähig zu bleiben. Aus suchtmedizinischer und ethischer Sicht ist dieser Ansatz, der auch von renommierten Neurobiologen in der Zeitschrift „Nature“ vorgeschlagen wurde, sehr bedenklich. Überraschenderweise ist die deutsprachige psychiatrische Literatur dazu bislang sehr zurückhaltend. Der Autor plädiert nachdrücklich gegen ein „Hirndoping“ bei Gesunden.
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- Titel
- Neuro-Enhancement aus suchtmedizinischer Sicht
- Verfasst von
-
Prof. Dr. M. Soyka
- Publikationsdatum
- 01.07.2009
- Verlag
- Springer-Verlag
- Erschienen in
-
Der Nervenarzt / Ausgabe 7/2009
Print ISSN: 0028-2804
Elektronische ISSN: 1433-0407 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s00115-009-2800-7
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