In der zweiten Phase der Schocktherapie liegt regelmäßig eine Flüssigkeitsüberladung mit Ödemen vor, die nicht nur die Haut und Bindegewebe betreffen, sondern auch Organfunktionen u. a. der Nieren, Lunge und Leber beeinträchtigen. Neue Erkenntnisse zum revidierten Starling-Prinzip und der endothelialen Glykokalyx haben Implikationen für eine adäquate Flüssigkeitstherapie in der zweiten Phase der Sepsis. Die Diagnose einer Flüssigkeitsüberladung sowie eine sachgerechte Diuretika- oder Ultrafiltrationstherapie sind Schwerpunkte eines „Late goal-directed fluid removal“-Managements.