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07.07.2017 | Leitthema | Ausgabe 8/2017

Der Radiologe 8/2017

PET-CT/-MRT der Prostata

Von 18F-FDG zu 68Ga-PSMA

Zeitschrift:
Der Radiologe > Ausgabe 8/2017
Autoren:
K. Knorr, M. Eiber, T. Maurer, H.-J. Wester, Prof. Dr. K. Scheidhauer

Zusammenfassung

Klinisches/methodisches Problem

Die nuklearmedizinische Diagnostik hat in den letzten Jahren bei der Bildgebung des Prostatakarzinoms eine rasante Entwicklung erlebt, sowohl aufgrund der verfügbaren Hybridbildgebung mit der Positronenemissionstomographie(PET)-CT, PET-MRT sowie der Single-photon-emission-computed-tomography(SPECT)-CT als auch durch die Entwicklung prostataspezifischer Radiopharmaka.

Methodische Innovationen

Die in der PET-Diagnostik seit Jahren erfolgreich eingesetzte Fluordesoxyglukose (FDG) ist wegen der biologischen Besonderheiten des Prostatakarzinoms nur bei entdifferenzierten Tumoren hilfreich. Radiopharmaka wie Cholin-Derivate, das beim Prostatakarzinom vermehrt in die Tumorzelle aufgenommen und in die Zellmembran eingebaut wird sowie in jüngster Zeit die hochspezifischen Liganden für das prostataspezifische Membranantigen (PSMA) revolutionieren derzeit die Prostatakarzinombildgebung und das (Re‑)Staging.

Empfehlung für die Praxis

68Ga-markierte PSMA-Liganden für PET-CT und PET-MRT sind hochspezifische Tracer zur Primärdiagnostik sowie zur Lokalisationsdiagnostik im biochemischen Rezidiv eines Prostatakarzinoms. Bei Risikopatienten, also Patienten mit Intermediate- und High-risk-Tumoren haben sie die cholinbasierte PET-CT weitgehend verdrängt, insbesondere auch bei sehr niedrigen PSA-Werten (prostataspezifisches Antigen) von <0,5 ng/ml in der Rezidivdiagnostik. Die Anwendung bei der Primärdiagnostik als PET-MRT, auch in Kombination mit der multiparametrischen MRT (mpMR), ist vielversprechend bzgl. der Frühdiagnostik und der bildfusionsgestützten Biopsie sowie zur Operations- und Bestrahlungsplanung.

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