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09.01.2019 | Leitthema

Traumatisches akutes Abdomen

Zeitschrift:
Der Radiologe
Autoren:
A. Gäble, F. Mück, M. Mühlmann, Prof. Dr. S. Wirth

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Beteiligung des Abdomens stellt insbesondere bei polytraumatisierten Patienten ein relevantes Verletzungsmuster dar. Meist entstehen typische, oft aber heterogene Organbeteiligungen, deren Kenntnis im Rahmen einer zielgerichteten Diagnostik und Therapie essenziell ist.

Ziel der Arbeit

In Form eines Reviews erfolgt jeweils die Darstellung typischer Arten traumatischer Abdominalverletzungen mit der zugehörigen radiologischen Diagnostik und ggf. Therapie.

Material und Methoden

Erfahrungen und Fallbeispiele aus einem überregionalen Traumazentrum werden dargestellt und mit den Ergebnissen einer Medline-Literaturrecherche sowie anhand relevanter Bereiche der S3-Leitlinie „Polytrauma“ diskutiert.

Ergebnisse

Traumatische Abdominalverletzungen werden in stumpfe und penetrierende Verletzungen unterteilt. Unter den stumpfen Verletzungen führt die Beteiligung der Milz vor Leber- und Nierenverletzungen. Beim penetrierenden Trauma sind die Hohlorgane am häufigsten betroffen. Diagnostisch sind die Sonographie und die Multidetektor-Computertomographie (MDCT) am bedeutsamsten. Seit Jahren besteht ein Trend zu konservativem Management sowie zur interventionellen Blutungskontrolle. Eine präzisere radiologische Diagnostik erlaubt hierbei eine genauere Klassifikation und Indikationsstellung zur weiteren Therapie.

Schlussfolgerung

Die Fortschritte in der Radiologie resultieren in einem stetig zunehmenden Stellenwert der Radiologie im Management des traumatischen akuten Abdomens. Diese muss sich fachgebietsübergreifend mit den relevanten Traumamechanismen und Verletzungsmustern des Schwerverletzten auseinandersetzen, um einen optimalen Behandlungsablauf zu unterstützen.

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