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29.10.2018 | Allergien und Intoleranzreaktionen | Übersicht | Ausgabe 7/2018

Allergo Journal 7/2018

Allergie und Impfen — ein Mythos entmystifiziert

Zeitschrift:
Allergo Journal > Ausgabe 7/2018
Autoren:
PD Dr. Tobias Ankermann, Thomas Spindler, Michael Gerstlauer, Sebastian Schmidt
Wichtige Hinweise

Anmerkung

Teile des Beitrages wurden bereits 2014 veröffentlicht [Pädiatrische Allergologie in Klinik und Praxis 2014;17: 11–3]

Danksagung

Die Autoren danken Christoph Grüber, der die Grundlagen zur vorliegenden Arbeit erarbeitet hat und bei den Autoren die Begeisterung für das Thema Allergie und Impfen geweckt hat. Wir vermissen ihn.

Interessenkonflikt

Die Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Der Verlag erklärt, dass die inhaltliche Qualität des Beitrags von zwei unabhängigen Gutachtern geprüft wurde. Werbung in dieser Zeitschriftenausgabe hat keinen Bezug zur CME-Fortbildung. Der Verlag garantiert, dass die CME-Fragen frei sind von werblichen Aussagen und keinerlei Produktempfehlungen enthalten. Dies gilt insbesondere für Präparate, die zur Therapie des dargestellten Krankheitsbildes geeignet sind.

Zitierweise

Ankermann T, Spindler T, Gerstlauer M, Schmidt S. Allergies and vaccination: a myth demystified. Allergo J Int 2018;27:234–43 https://doi.org/10.1007/s40629-018-0077-8

Zusammenfassung

Hintergrund

Impfungen gehören zu den häufigsten und erfolgreichsten medizinischen Maßnahmen. Durch Abnahme der Inzidenz impfpräventabler Erkrankungen rücken seltene Nebenwirkungen wie allergische Reaktionen in den Vordergrund. Zudem werden Impfungen häufig mit der steigenden Prävalenz von allergischer Sensibilisierung und allergischen Erkrankungen assoziiert. Der Mythos „Impfen macht allergisch“ wird kolportiert. Die vorliegende Arbeit stellt die vorliegende Evidenz zum Einfluss von Impfungen auf die Prävalenz von atopischen Manifestationen (Sensibilisierung, Asthma, allergische Rhinitis, Nahrungsmittelallergie) und atopischer Dermatitis dar. Anhand der Positionspapiere werden Empfehlungen zum Vorgehen bei Impfungen von Kindern mit allergischen Erkrankungen und/oder atopischer Dermatitis und zum Vorgehen bei Patienten mit anaphylaktischer Reaktion auf Impfstoffe gegeben.

Methoden

Literatursuche mit Pubmed und Literaturverzeichnissen der identifizierten Arbeiten.

Ergebnisse

Die vorliegenden Daten zeigen keine Evidenz dafür, dass Impfungen sowohl bei Risikopatienten (Atopie, positive Familienanamnese) als auch bei Patienten ohne Atopiebelastung das Risiko für eine allergische Sensibilisierung oder die Manifestation allergischer Erkrankungen erhöhen. Impfungen machen nicht allergisch. Kinder mit atopischer Prädisposition können nach Expertenmeinung unter Standardbedingungen ohne obligatorische Nachbeobachtungszeit geimpft werden. Nach allergischen Reaktionen gegen Impfstoffe oder Impfstoffbestandteile sollte eine allergologische Aufarbeitung erfolgen. Folgeimpfungen nach anaphylaktischer Reaktion auf Impfstoffe oder Impfstoffbestandteile sollten unter Überwachungsbedingungen durch Ärzte erfolgen die Erfahrung mit dem Erkennen und Behandeln anaphylaktischer Reaktionen haben.

Schlussfolgerung

Standardimpfungen führen nicht zu einer Risikoerhöhung für die Manifestation allergischer Erkrankung oder einer spezifischen Sensibilisierung gegen Umweltallergene. Bei Wunsch nach individuellem Schutz und Beachtung besonderer Risiken und Kautelen können auch Kinder mit allergischen Erkrankungen und anaphylaktischen Reaktionen auf Impfstoffe geimpft werden.

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