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02.08.2019 | Allgemeinanästhesie | Allgemeinanästhesie | Ausgabe 9/2019

Der Anaesthesist 9/2019

Dezentrale Arbeitsplätze in der Anästhesiologie

Zeitschrift:
Der Anaesthesist > Ausgabe 9/2019
Autoren:
Dr. med. J. Kramer, M. Malsy, B. Sinner, B. M. Graf

Zusammenfassung

Anästhesieleistungen außerhalb zentraler OP-Bereiche („nonoperating room anesthesia“, NORA) haben stark an Bedeutung gewonnen. Nonoperating room anesthesia ist ein anspruchsvoller Bereich mit einem breiten Spektrum in Bezug auf die Altersklassen und die Eingriffe. Der Anästhesist steht in einem Spannungsfeld zwischen vorhandener Expertise für Sedierung, Atemwegs- und Notfallmanagement einerseits und der Tatsache andererseits, ein möglicherweise vermeidbarer Kostenfaktor zu sein. Die Bestrebungen einiger Fachabteilungen, Sedierungen auch bei komplexeren Eingriffen selbst durchzuführen, haben deshalb zugenommen. Um die Anästhesie hier dauerhaft zu etablieren, ist neben der reinen anästhesiologischen Expertise aber auch eine ausgeprägte Bereitschaft zur interdisziplinären Kommunikation und Zusammenarbeit notwendig. Nur so können die beteiligten Fachdisziplinen vom anästhesiologischen Mehrwert für den Patienten überzeugt werden.
Patientengruppen, die ein besonderes Augenmerk erfordern, sind zum einen pädiatrische Patienten. Die Betreuung speziell von Kindern unter 2 Jahren setzt zudem die besondere kinderanästhesiologische Expertise des betreuenden Anästhesisten voraus. Aber auch profunde Kenntnisse z. B. in der Kardioanästhesie sind erforderlich, wenn spezielle Eingriffe dezentral im Herzkatheterlabor betreut werden.

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