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29.10.2018 | Originalien | Ausgabe 1/2019

Rechtsmedizin 1/2019

Auswertung der Untersuchungsdaten der Bayerischen Kinderschutzambulanz des Instituts für Rechtsmedizin der Universität München aus den Jahren 2014–2017

Zeitschrift:
Rechtsmedizin > Ausgabe 1/2019
Autoren:
PD Dr. med. B. Zinka, S. Schick, E. Mützel

Zusammenfassung

Einleitung

An der Bayerischen Kinderschutzambulanz des Instituts für Rechtsmedizin der Universität München (BKSA) werden seit 2011 – gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales – körperliche und genitale Untersuchungen von Kindern und Jugendlichen beim Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung durchgeführt, aber auch telefonische und Onlineberatungen von Ärzten, Jugendamtsmitarbeitern, Privatpersonen etc. Die Inhalte und Ergebnisse dieser Untersuchungen und Beratungen aus einer vierjährigen Förderungsphase der Jahre 2014–2017 werden vorgestellt.

Material und Methoden

Es wurden die Ergebnisse von 242 Untersuchungen von Kindern und Jugendlichen sowie 1212 Telefonaten und 302 Onlineberatungen ausgewertet.

Ergebnisse

Mehr als die Hälfte (52 %) der Untersuchungen wurden wegen des Verdachts auf einen sexuellen Missbrauch durchgeführt, wobei Mädchen deutlich häufiger vorgestellt wurden als Jungen. In etwa der Hälfte der Fälle waren Kinder unter 6 Jahren betroffen. Die meisten telefonischen Anfragen erfolgten durch Ärzte und betrafen ebenfalls am häufigsten Aspekte zum sexuellen Missbrauch, wobei sich die Telefonate auf ca. 900 verschiedene Kinder bezogen. Auch bei den Onlineberatungen erfolgten die meisten Anfragen durch Ärzte. In etwa der Hälfte der Anfragen waren auch aus rechtmedizinischer Sicht gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung vorhanden.

Diskussion und Ausblick

Durch die BKSA werden verschiedene Professionen und Privatpersonen angesprochen und unterstützt, die mit dem Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung konfrontiert wurden. Die intensive Nutzung des Angebots bestätigt, dass weiterer Beratungs- und Fortbildungsbedarf besteht. Zudem konnte in vielen Fällen durch die Beratungen und Untersuchungen ein wichtiger Beitrag zur Sicherung des Kindeswohls geleistet werden.

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