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Gefässchirurgie

Erratum zu: Endovaskuläre Therapie genetisch bedingter Aortenerkrankungen

Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Die wichtigsten Strukturproteine der Gefäßwand sind Kollagen und Elastin. Genetisch bedingte Bindegewebserkrankungen führen zu Degeneration und Aneurysmabildung, spontanen Dissektionen oder Rupturen von Arterien. Am bekanntesten sind das Marfan-Syndrom, das Ehlers-Danlos-Syndrom vom vaskulären Typ, das Loeys-Dietz-Syndrom sowie familiäre Aortenaneurysmen und Dissektionen.

Fragestellung

Welchen Stellenwert haben endovaskuläre Behandlungsoptionen in der Therapie aortaler Pathologien auf dem Boden von Bindegewebserkrankungen?

Material und Methoden

Auswertung aktueller randomisierter Untersuchungen und Registerstudien.

Ergebnis

Die Therapie der Wahl der meist bereits in jungem Alter betroffenen Patienten ist primär konservativ bzw. offen-chirurgisch. Zur endovaskulären Therapie abdomineller Aneurysmen (EVAR) oder thorakalen Aortenpathologien (TEVAR) gibt es nur wenig Evidenz.

Schlussfolgerungen

Die Progression der genetisch bedingten Grunderkrankung mit konsekutiver Aortendilatation führt zu sekundären Endoleckagen und vermehrten Reinterventionen mit unsicherem Langzeitergebnis. Deshalb besteht derzeit Konsensus, dass EVAR und TEVAR bei genetisch bedingten Aortenerkrankungen auf begründete Ausnahmefälle und Notfallsituationen begrenzt sein sollten.
Titel
Erratum zu: Endovaskuläre Therapie genetisch bedingter Aortenerkrankungen
Verfasst von
Prof. Dr. D. Böckler
K. Meisenbacher
A. S. Peters
C. Grond-Ginsbach
M. S. Bischoff
Publikationsdatum
08.11.2016
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Gefässchirurgie / Ausgabe 8/2016
Print ISSN: 0948-7034
Elektronische ISSN: 1434-3932
DOI
https://doi.org/10.1007/s00772-016-0219-6

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Bildnachweise
Hallux valgus/© masanyanka / stock.adobe.com, Laparoskopischer Eingriff/© RFBSIP / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen), Abdominelle laparoskopische Operation/© Игорь Гончаров / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen)