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01.03.2012 | Originalien und Übersichten | Ausgabe 3/2012

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 3/2012

Gesundheit und Krankheit in Bund, Land NRW und dessen Kommunen

Ergebnisse des Mikrozensus 2009

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 3/2012
Autor:
PD Dr. A. Hollederer

Zusammenfassung

Eine „Health for All“-Politik benötigt „Daten für Taten“ auf allen politischen Ebenen. Mit dem Mikrozensus können Gesundheitsergebnisse repräsentativ für Deutschland, die Bundesländer und auch für die Kreise hochgerechnet werden. Der Mikrozensus 2009 besteht aus einem Hauptfragenprogramm mit gesetzlicher Auskunftspflicht und einem fakultativen Zusatzprogramm zur Gesundheit. Der Auswahlsatz für die Stichprobe liegt bei 1% der Bevölkerung. Der Mikrozensus wird unterjährig erhoben und ergibt Krankenstände im Jahresdurchschnitt 2009. Zwischen den Bundesländern und zwischen den Kreisen in NRW bestehen sehr hohe Disparitäten in den Krankenstandsquoten. Auswertungen für NRW zeigen, dass die Krankenstände mit sozialen Faktoren wie dem Bildungsstand assoziiert sind. Je niedriger das Haushaltsnettoeinkommen, desto höher ist der Krankenstand. Die Arbeiter leiden überproportional häufig an Krankheiten/Unfallverletzungen. Die Krankenstände der Erwerbsbevölkerung steigen in den Kreisen und kreisfreien Städten in NRW mit dem Anteil von Personen, die ihren Lebensunterhalt überwiegend durch Arbeitslosengeld I oder „Hartz IV“ bestreiten. Der Mikrozensus könnte perspektivisch für Bund, Länder und Kommunen wesentliche Daten für ein systematisches und harmonisiertes Gesundheitsmonitoring bereitstellen.

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